572 Von der Einpfropfung
fält alle Zufalle gesammlct, die sich als Folgender Einpfropfung, oder die sich nach der Einpfro-pfung eräugnet haben, welchen nothwendigen Uu,terschied man nicht gemacht hat. Fast alle Mate-rialien zu diesem Buche hat man aus den Schrif,ten derjenigen, die eingepfropfet haben, hergenom-men , und man muß sich gar nicht darüber ent-setzen, ob es gleich die eigentliche Absicht seyn mag,d-ese Würkunq hervor zu bringen. Es beweistnur, daß das Einpfropfen nicht gänzlich alle Ge-fahr der Blattern hebe, und das hat auch noch nie-mals ein vernünftiger Arzt, der sich mit dem Ein-pfropfen abgiebt, gesagt; es kann nur einem En-thusiasten entfahren seyn, denn die Einpfropfunghat sowol ihre blinden Vertheidiger, als ihre mitVorurthcilen eingenommenen Gegner. Dochdies schwächt im geringsten nicht die Wahrheit, dieick einmal festgesetzt habe, nämlich, daß das Ein.pfropfen die Gefahr um ein großes vermindere;eine unwidcrsprechlich bewiesene Wahrheit, wozudiejenigen, welche die Empsropfung treiben, schonkeine Beweise mehr suchen. Das Gebäude istnun einmal aufgerichtet, woferne ich mich des Aus-drucks bedienen darf, und man sieht jetzo ohneFurcht die verschiedenen Ungewitter toben, die eszwar bestürmen können, wovon aber keins imStande ist, es zu erschüttern.
Nur die Unvorsichtigkeit oder die Unwijsen«heit dererjenigen, welche einpfropfen, können derInoculation schaden. Denn ich habe es schon
einmal