Von den Ohnmachten. 515
Wenn man die Ursache der Ohnmacht ent-decken kann, so ist es natürlich , daß man durchEntfernung berselbigen, woferne sie noch vorfan-den ist, dem Uebel abhelfe.
Da diese Ohnmachten von so geringen Ursa-chen herrühren, so ist es kein Wunder, daß sie oftwieder kommen. Das beste Vorbauungsmittelbestehet darin, daß man den Fehler der Nerven,woraus sie entstehen, verbessere; allein die voll«ständige Erzählung dieser Behandlung gehörtschlechterdings nicht zu meinem Plan. Ich erin-nere die nur, welche damit geplagt sind, daß alleausleerende Mittel, Aderlässe, Purganzen, pur-girende Mineralwasser, alle kühlende und erwei-chende Mittel, Salze, warme Wasser, warme Etu°>ben, ein langer Schlaf, und eine still sitzende ie-bensart ihnen überhaupt sehr schädlich seyn; daßsie sich nur an stärkende Mittel halten müssen, wel-che nicht erhitzen, daß ein geschäftiges ieben,kalte Zimmer und Betten, die freye iuft,hauptsächlich des Morgens, die ieibesübung,besonders das Reiten, die Zerstreuung undMäßigkeit, die wahren Heilungsmittel diesesUebels seyn. Ausschweifungen, eme weichlicheiebensart, warme Wasser und Gram unterhal-ten es, und machen alle Mittel schlechterdingsunnütz.
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