510 Von den Ohnmachten.
von dem Pulver No. z8> nehmen, wodurMberMagen von allen schädlichen Ueberbleibseln be-freyet, und zugleich gestärket wird.
§. 499.
Es giebt eine andere Gattung von Ohnmacht,die auch ihren Grund im Magen hat, welche in«dessen von dieser sehr verschieden ist, und eine ganzandere Beyhülfe erfordert. Sieentstehtauseinerausserordentlichen Empfindlichkeit dieses Theils,und einer allgemeinen Schwache.
Kränkliche und schwache Personen, die durchjede kleine Ursache angegriffen werden, und derenMagen zugleich schwach und sehr empfindlich ist,sind diesem Uebel unterworfen. Die geringsteQuantität der nöthigen Nahrungsmittel greift siean, sie spüren fast nach allen Mahlzeiten eine kleineUebelkeit, und wenn sie ein wenig zu viel essen,wenn die Speise etwas schwerer zu verdauen ist,wenn eine heftige Gemüthsbewegung gleich nachder Mahlzeit folget, wenn die Witterung unfreund'lich ist, oft auch ohne einige merkliche Ursache, ver.wandelt sich die Uebelkeit in eine Ohnmacht.
Man hat in diesem Falle fast nichts anderszu thun, als daß man die Kranken auf ein Bettlege, und in Ruhe lasse. Da tnan sich aber nichtleicht überwindet, ein müßiger Zuschauer bey einerOhnmacht zu seyn, so kann man ihnen etwas gei»stiges Wasser unter die Nase hallen, die Schlafeund Vorderhand damit waschen, und sie zugleicher
Zeit