Von den Ohnmachten. 505
wen, worauf der Kranke bald wieder zu sich sel«ber kömmt.
5) Nachdem man zur Ader gelassen, thut mansehr wohl, wenn man ein Clysticr beybringt. Her«nach laßt man den Kranken in Ruhe, und giebtihm alle halbe Stunden einige Tassen Fliedertheemit ein wenig Zucker uudWeineßig.
Wann die Ohnmachten, die von dieser Ursacheherkommen, hausig sind, so muß man, in der Ab»sicht ihnen vorzubauen, die Vorschriften beobachten,die ich weiter unten §. 544. vollblütigen Personengeben werde.
Die nämliche Ursache dieser Ohnmachten er-weckt auch bisweilen, unter einerley Umständen,heftiges Herzklopfen; oft geht auch das Herz»klopfen vor der Ohnmacht her, oder.es folgt ausdieselbige.
Ohnmachten von Schwache.
§. 496.
Oesterer sind die Ohnmachten eine Würkungdes Blutmangels oder der Entkrästung.
Diese Gattung erfolgt nach großen Blutstür-zungen, nach plötzlichen und übermaßigen Auslee-rungen, z.E. einige Stunden nach einer Gallen«krankheit §. )2i., auch nach langsamern, aberanhaltenden Ausleerungen, z. E. nach einem ver«alteten Durchlauf, überaus starken Schweissen,einem Harnstuß, Ausschweifungen, die ihrer NaturIi 5 nach