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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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489
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Von den Brüchen. 489

ich/ seit der ersten Ausgabe dieses Werkes, ineinem Falle, wo beynahe alle Hofnung verlorenwar, am sechsten Tage nach einer Entbindung,einen dergleichen Schnitt HHe vornehmen lassen,hat mich noch mehr als alle andere vorhergehendeBeobachtungen überzeuget, daß man nie unterlas.sin müsse, ihn zu versuchen, wann andere Mittelin zureichend sind. Der Tod, der ohnehin unver-n eidlich ist, wird dadurch nicht beschleuniget; ern ird aber, im Fall daß keine Rettung kömmt, da-durch leichter. Wenn man den Schnitt so macht,wie ihn Herr Kevade in dem eben gedachten Fallemachte, so sind die Schmerzen sehr leidlichund kurz.

Ich will nicht versuchen, seine Verfahrungs-art zu beschreiben. Zum Unterrichte eines unwis-senden Wundarztes würde ich zu viel zu sagen ha»ben, und ein geschickter weiß,'alles, was ich ihmsagen könnte.

Man sieht oftmals Weiber, die unverschämtgenug sind, sich mit dieser Operation zu befassen,und die, nach den heftigsten Martern und Weg-schneidungen der Hoden, welches Marktschreyerund unwissende Wundärzte allemal thun, ein ver-nünftiger Wundarzt aber in diesem Falle niemalsthut^ die Kranken todten. Es laufen auch oftsolche landstreicher herum, welche ohne die gering-ste Nothwendigkeit diesen Schnitt vornehmen, undauf ein? grausame Art eine Menge Kinder schnei-den, welche die Natur entweder von selbst, oderHh 5 ver»