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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von den Wunden.

nung beobachten; bisweilen muß man auch denAderlaß wiederholen. Diese Hülssmittel sindüberhaupt unumgänglich nothwendig, wann eininnerer Theil verletzet worden, und es ist keinsicherer Mittel, als eine ganz leichteiebensordnung.Kranke, von denen man geurtheilet hat, daß sie nurnoch einige Stunden zu leben hatten, nachdem sien der Brust, im Unterleibe, "oder an den iendenverwundet worden, haben vollkommen ihre Gesund,heit wieder erlangt, nachdem sie einige Wochenblos von Gerstenüsane, oder andern mehlichtenTisanen, ohne Salz, ohne Fleischsuppen, ohne ir.gend ein anderes Arzeneymittel, und hauptsächlichohne Salben, gelebet haben.

§- 440.

^ So sehr ein maßiger Aderlaß dienlich ist, soschädlich wird er, wenn er zu stark ist. GroßeWunden sind gemeiniglich mit einer betrachtlichenVerblutung begleitet, wodurch der Kranke schonabgemattet ist; oft ist das Fieber eine Folge dieseshausigen Blutverlustes. Wenn man in diesenUmstanden noch Aderlasse verordnet, so zerstörtman völlig die Kräfte; die Safte bleiben stehenund faulen; es erfolgt der Brand, und der Krankestirbt nach zween oder drey Tagen eines erbärm-lichen Todes, woran nicht die Wunde, sondern dieAderlasse Schuld sind. Der Wundarzt prahlt,daß er zehn, zwölf, funfzehnmal zur Ader gelassenhabe, und will dadurch versichern, daß die Wunde

schlechter.