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Von der Schwangerschaft.
§. 364.
Die Schwangerschaften sind überhaupt aufdem iande viel glücklicher, als in den Städten.Doch sind die Bäuerinnen, gleich dem Frauenzim-mer in den Städten, dem Herzweh und Erbrechendes Morgens, den Kopf- und Zahnschmerzen un°terworfen. Diese Uebel aber vergehen nach einemAderlaß, welcher hier fast das einzige nöthigeMittel ist.
Sie werden bisweilen, nachdem sie eine allzu-schwere iast getragen, heftige Arbeiten verrichtet,allzustarke Erschütterungen ausgehalten, oder einenFall gethan haben, von heftigen iendenschmerzenangegriffen, welche sich bis an die Schenkel ver.breiten, und sich endlich auf einmal in dem Unter-leibe festsetzen; dies verkündigt gemeiniglich, daßes ihnen unrichtig gehen werde.
Diesem Zufalle vorzubauen, der allemal ge«sahrlich ist, müssen sie sich 1) unverzüglich zu Bettelegen. Dafselbige muß aber, im Fall daß sie keineMatratzen haben, mit Stroh gestopft seyn. DieFederbetten sind in diesen Umständen sehrschadlich.Sie müssen verschiedene Tage in dieser iage blei-ben, sich nicht rühren, und fast gar nicht reden.
2) Man muß alsobald acht bis neun UnzenBlut durch einen Aderlaß am Arm abzapfen.
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