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Anleitung
Geschlechts. Die Fasern einer Frauenspersonsind bestimmt, sich nach dem Wachsthum des Kin-des und seiner umgebenden Theile — eine oftsehr betrachtliche Größe! — ausdehnen zu lassen,sie musten also nicht so steif und so hart, sondernnachgebender leyn, als die Fasern der Manns-personen. Folglich geschieht bey ihm'», der Um-lauf des Geblüts mit weniger Stärke; das Blutist nicht so dick, und mehr wässerig; die Feuch-tigkeiten sind geneigter in den Eingeweiden stehenzubleiben, und Verstopfungen zu erwecken.
§. 552.
Man könnte den Übeln Folgen dieser ieibcs-beschaffenheit vorbauen, wenn man der Schwach-heit der natürlichen Bewegung durch ieibesübungZu Hülfe käme; allein dieses Hülfsmittel, wel-ches dem weiblichen Geschlechte, ZewißennaLennöthiger als den Mannspersonen ist, wird ihnendurch die Erziehung, die man ihnen giebt, ent-zogen. Man führt sie zu den Hausarbeiten an,wobey sie weit weniger Bewegung haben, als dieMannspersonen bey ihren Geschäften. Sie be-wegen sich also wenig, die natürliche Neigung zurSchwachheit wird starker, und ihre leibesbeschaf-fenheit wird alsdann tränklich. Das Blut rir-cullrt schlecht, es verliert seine Eigenschaften, dieFeuchtigkeiten stocken allenthalben, lind keine Ver-richtung des Cörpers geht gehörig von stalten.
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