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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von dem Miserere.

§. 319-

Wenn die Schmerzen sich vermindern, ehe derKranke seine Kräfte völlig verloren hat, wennzu gleicher Zeit der Puls besser schlagt, das Er-brechen nicht mehr so häufig ist, die ausgebrocheneMaterie nicht so sehr verdorben scheint, und derKranke einige Bewegungen im Unterleibe ver-spürt; wenn er eine kleine Ausleerung durch denStuhlgang hat, und sich zu gleicher Zeit stärkerbefindet, so kann man vernünftiger weise seine Ge-nesung erwarten, aber ohne dieses stirbt er sehrgeschwinde. Oft scheinet es, eine Stunde vordem Tode, als wenn die Schmerzen sich stillenwollten, es erfolgt durch den Stuhlgang eine über-aus starke Ausleerung einer äusserst widrigriechen-den Materie, der Kranke bekömmt Ohnmachten,fällt in einen kalten Schweiß, und stirbt.

§- Z2Q.Diese Krankheit ist es, welche der geringeMann die Verwicklung der Gedärme nennet,und worin er Bleykugeln, oder große Quantitätenvon Quecksilber niederschlucken läßt. Diese Ver-wicklung, oder Verknüpfung der Gedärme ist eineunmögliche Chimere; denn wie wäre ein solcherUmstand möglich, da das eine Ende derselbigenmit dem Magen zusammenhangt, und das an-dere unzertrennlich an der Haut der Hinterbackenbefestiget ist ? Allein diese Krankheit rührt vonsehr vielen Ursachen her, die man bey Erösnung

der