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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von den Koliken.

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Das wesentlichste hiebey ist, daß man keineNahrungsmittel zu sich nehme, bis man völligbesser ist.

« §. ZV/.

Einige sind so unsinnig, dem Kranken Con»fectionen, Theriak, Anieswasscr, Wacholdcr,.wasser, oder rothen Wein zu geben, um die Aus-leerungen zu hemmen; aber nichts kann verderb-licher seyn. Diese Ausleerungen sind das einzigeMittel, den Kranken gesund zu machen; sie hem-men, ist eben so viel, als wenn man einem Men-schen, der ins Wasser gefallen, das einzige Brettnehmen wollte, womit er sich noch retten konnte.Gesetzt aber, man erhielte seinen Zweck, su stürztman den Kranken entweder in ein faules Fieber,oder in eine schleichende Krankheit,- es sey dann,daß die weisere Natur die entgegengesetzten Hin-dernisse überwindet, und nach einigen Tagen dieAusleerungen erneuret.

§. ?c>8.

Bisweilen hat man eine Unverdaulichkeitohne sehr merkliche Kolikschmerzen, aber mit hef-tigen Reitzungen zum Erbrechen, einer unaus-sprechlichen Bangigkeit, Ohnmachten und kaltenSchweissen; oft fällt das Uebel, ohne andere vor-hergegangene Zeichen, den Kranken plötzlich miteiner Ohnmacht an, er verliert den Gebrauch allerseiner Sinne; das Gesicht ist blaß und mager, er

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