Druckschrift 
Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
Entstehung
Seite
288
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

288

Von der Rose.

Nach dem Aderlaß beobachtet man dieLebensordnuny; man setzt Clystiere, bis dasFieber sich merklich vermindert hat, und laßt vonder Gerstentisane No. z. reichlich trinken.

Wann das Fieber ein wenig schwacher gewor-den, so reiniget man mit dem Mittel No. 2).,oder mit einigen Dosen von geläutertem Wein-stein No. 24., die man alle Morgen giebt. Das,Purgiren ist unumgänglich nothwendig, um diestehen bleibende Galle auszuleeren, welche gemei-niglich die Hauptursache dieser heftigen Rose ist.Man ist bisweilen sogar genöthigt, wenn dasUebellange anhaltend, der Eckel hartnäckig, der Athemübel riechend,^ieZunge schmutzig ist,dieBrechmittelNo. 34. oder z 5. zu geben, aber mit dem Bedinge,daß nur wenig Fieber vorhanden, und gar keineEntzündung zu besorgen seyn muß. Diese hebendurch die Erschütterungen, die sie verursachen, dieseUnreinigkeiten besser, als die Purgiermittel.

Nach diesen Ausleerungen wird das Uebel 'gemeiniglich besser, aber man muß sie doch zuwei-len den andern oder dritten Tag wiederholen,hauptsachlich wenn es am Kopfe ist. Die Pur-giermittel sind die wahre Arzeney für diese Krank-heit, wann sie diesen Theil angreist. Durch Weg-führung der Ursache des Uebels, vermindern siedasselbige, und bauen den schlimmen Folgen vor.

Wann, nach den Ausleerungen, das Fiebernoch fortfährt, sehr stark zu seyn, so muß man

alle