276 Von den Wechselfiebern.
Purganz. Dies ist nichts Böses; aber, so langesie purgirt, hemmt sie gemeiniglich das Fiebernicht. Folglich muß man diese Dosen in derletzteren Absicht als verlohren ansehen, und anderewiederholen, bis sie zu purgiren aufhören, und dieAnstösse ausbleiben. Wenn der Durchlauf an-halten sollte, so kann man einen Tag unterbrechen,um einQuentin Rhabarber einzugeben, und daraufwieder anfangen. Ware der Durchfall noch nichtzu zwingen, so könnte man mit jeder Dose fünf«zehn Gran Theriak vermengen. Dies ist aber"auch der einzige Fall, worin solches erlaubt ist;alle andere Zusätze schwachen ihre Kraft.
§. 266.
Ehe man den Gebrauch der Chinarinde kannte,so bediente man sich anderer bittern Mittel, dieauch viele gute Eigenschaften haben, doch mit derChinarinde nicht in Vergleichung gestellet werdenkönnen. Man wird unter N0.4Z. dreyerley Mit«tel von dieser Gattung finden, die sehrgut sind, undHeren Würkung ich selber oft erfahren habe;manchmal aber habe ich sie verlassen, und michzur Chinarinde wenden müssen. Die Eisenfeile,die zum dritten gebraucht wird, ist in gewissen Fäl-len und Umstanden ein vortrefiiches fieberstillen-des Mittel. Dadurch habe ich, in der Mitte desWinters von 175)., einen Kranken vom vier-tägigen Fieber geheilet, den ich nicht hatte bewe-gen können, China einzunehmen. Ich muß be.
kennen.