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Von den Pocken.
§. 2IY.
Das einzige Mittel, die Gefahr von dieserKrankheit zu entfernen, ist die Einpfropfung, wo-von ich in dem drey und dreißigsten Capitel han-deln werde. Doch dieses heilsame Mittel, wel-ches man als eine besondere Gnade der Vorsehungerkennen muß, kann dem geringen Manne nichtzu statten kommen, als nur in d?nen/enigen iän-dern, wo man zu dieser Absicht Hospitäler errich»tet. Da, wo noch dergleichen nicht sind, ist eineleichte Vorbereitung des Cörvers, die Krankheitglücklich zu überstehen, das einzige Hülfsmittel,wenn man die Einpfropfung nicht vornehmen kann.
§. 220.
Diese Vorbereitung bestehet überhaupt darin,daß man die Gesundheitssebler des Pocken. Pa-tienten, wenn welche da sind, verbessere, und ihngesund zu machen suche. Man darf aber ebennicht dahin arbeiten, ihm den höchsten Grad derStarke zu ertheilen, weil die Krankheit biswei-len bey sehr robusten Personen allzuheftig ist.
Da die Mängel der Gesundheit sehr verschie-den sind, so sieht man leicht ein, daß die Vorbe-reitungen nicht von einerley Art seyn können. EinKind, das einer Krankheit, die ihm eigen, un-terworfen ist, kann nicht eben so vorbereitet wer-den, als ein anders, das eine ganz verschiedeneKrankheit hat. Die Entwickelung der Cautelen,die bey diesem wichtigen Gegenstande nothwendig
sind.
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