Druckschrift 
Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
Entstehung
Seite
216
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Hl6

13on den Pocken.

brechen selbst zu vermindern, als wodurch der Kran-ke nicht wenig beschweret wird. Es ist ein sehrschlechtes Verfahren, wenn man letztere durch iatt-werge oder Theriak hemmen, und welches nochgefahrlicher ist, ihre Ursache durch ein Brech- oderPurgiermittel wegschaffen will. Diese Arzeney-mittel sind bey dem Anfange dieser Krankheit ge-fährlich; ausgenommen in einigen wenigen Fal-len, wovon allein ein Arzt mit Sicherheit urthei-len kann; wenn nemlich der Magen und die Ge-därme mit einer faulen Materie beschweret sind,die, woferne sie nicht gleich im Anfange ausgelee-'ret wird, ein Fieber hervorbringt, welches vonder Hauptkrankheit nicht herrühret, den Weg,welchen diese sonst nehmen würde, verändert, ihreZufälle schwerer, ja sie wohl gar tödtlich macht,so gutartig sie auch sonst, ohne diesen Zusammen-stoß, gewesen seyn würde. Dieser Fall ist aufdem iande seltner, als in der Stadt.

Wenn das Fieber mäßig ist, so sind die Fuß-bader des ersten Tages, und das erste Clysticr hin-reichend. Alsdann wird der Kranke nur nach deriebensordnung gehalten, und man kann auch an-statt der Tismen No. l. 2. 4. dem Kinde nurMilch zu trinken geben, mit zwey Dritteil oderder Halste von Flieder-oderiindenblüthenthee, oderauch, wenn gar kein Fieber da ist, von Me-lijsenthee, oder, wenn ihm der Geschmack vonallem diesem zuwider ist, von gutem klaren Was-ser,