Ii)2
Von dem Biß
gegen diestüßigen, wird starker, er kennt seinenHerr-: nicht mehr, seine Stimme verändert sich, erleidet nicht, daß man Hm nahe komme, und beißtdie, welche es thun wollen; er entfernt sich vondem Orte seines bisherigen Aufenthalts, laßt imiaufen seinen Kopf und Schwanz niederwärts, undseine beschäumte Zunge halb zum Maule heraushangen; (welches letztere man sehr gewöhnlich beyallen Hunden ficht.) Die andern Hunde riechenihn schon von scrne, und stieben erschrocken vorihm; dies ist ein sehr sicheres Zeichen, "daß er wü-tend ist. Bisweilen beißt er nur das, was naheum ihn herum ist; manchmal thut er mit mehre-rer Wuth, zur Rechten und zur linken, Ausfälleauf alle Menschen undThiere, die ergewahr wird.Er sticht mit Abscheu vor allem Wasser, woraufer zukömmt; endlich fallt er entkräftet dahin; bis-weilen erhebt er sich wieder, schleppt sich noch eini-ge Augenblicke fort, und stirbt gemeiniglich amdritten, oder, auf das späteste, am vierten Tageseiner Flucht, öfters noch früher.
§. IYO.
Wann Jemand gebissen ist, so schließt dieWunde sich gemeiniglich eben so leicht, als wennsie nicht giftig wäre. Aber nach Verlauf einigerZeit, bald etwas früher, bald später, von drey Wo-chen bis drey Monaten, aber am häufigsten nachsechs Wochen, fängt man an, da, wo die Wundegewesen, einen stumpfen Schmerz zu empfinden;
die