Von den Sonnenstichen. 171§. ?6i.
Die kalten Bäder haben bisweilen in Fallen,wo fast alleHefmmg verlohren war, glücklich ge°würkt.
Ein junger Mensch von zwanzig Jahren warsehr lange der brennenden Sonnenhitze ausgesetztgewesen, er phantasirte stark ohne Fieber, und warein völlig Rasender. Nach verschiedenen Ader-laßen setzte man ihn in ein kaltes Bad, wieder-holte es oft, und goß ihm zu gleicher Zeit kaltesWasser übern Kopf. Diese Hülfsmittel heiltenihn allmählig.
Ein Osiicier, der einige Tage hinter einanderbey großer Hitze Post geritten, bekam beym Ab-steigen vom Pferde eine Ohnmacht, welche allengewöhnlichen Mitteln widerstand. Man retteteihn, indem man ihn in ein eiskaltes Bad cinmuchte.Man muß in diesen Fällen Has kalte Bad niemalsanders, als nach den Aderläßen, gebrauchen.
§. 162.
Es ist'ausgemacht, daß man leichter einenSonnenstich bekömmt, wenn man still ist, als wennman sich bewegt. Der Gebrauch der weissen Hüte,oder einiger Blätter Papier unter einem schwarzenHute, hilft merklich, den schlimmen Würkungeneiner mittelmäßigen Sonnenhitze vorzubauen; abergegen einen sehr starten Grad dcrselbigen ist erunzulänglich.
Die