Druckschrift 
Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
Entstehung
Seite
141
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Von dem Schnupfen. 141

Erdepheu (Grundermann,) Ehrenpreis, Isop,Nesseln u. f. w. Ich will ihrem Wehrte nichtsbenehmen, sie können alle nützlich gewesen seyn,aber das ist ein wahres Unglück, daß diejenigen,welche in einem Falle von einem Mittel gnte Wür-kung gesehen haben, selbiges gleich für das allcr-vortrefiichsie halten; dies ist ein gefährlicher Irr-thum, denn ans einem einzelnen Falle muß mannichts entscheiden. Nur denenjenigen, welchetäglich sehr viele Falle sehen, und die Würkungder verschiedenen Arzeneyen aufmerksam beobach-ten, kömmt es zu, zu beurtheilen, welche von ihnenden allgemeinsten Nutzen haben; und >ch bin über«zeugt, daß es diejenigen sind, die ich angezeigethabe. Ich. weiß, daß ein Thee von Kirschenstie-len, der kein unangenehmes Getränk ist, einentief eingewurzelten Schnupfen geheilet habe.

§. 1)2.

In dem Hauptschnupfen verschaffet der Dampfvon purem warmen Wasser, oder worin man Flie-berblumen , oder einige andere etwas aromatischeKräuter geworfen hat, gemeiniglich eine sehr bal-dige Erleichterung. Auch in dem Brustschnupfenthut dieser Dampf Dienste. (Mansche §.55.)

Vor nicht gar langer Zeit pfiegte man sichdes Wallraths (Sperma den) sehr zu bedienen,aber es ist ein sehr unverdauliches Oel, und dieOele sind nur sehr selten im Schnupfen dienlich.Ausserdem ist der Wallrath fast beständig ranzig.

Folg'