in hitzigen KrankhM'n.
61
werfen, um sich nur mit Tüchern oder mit andernSachen zu bedecken, die weniger gefährlich alsdie Federn sind. Wenn man nicht, so wie ich,ein Augenzeuge gewesen ist, so k<nm man nichtglauben, welche Erleichterung es dem Krankenverschaffe, wenn man ihm die Federdecke abnimmt.Das Uebel bekömmt im Augenblick eine andereGestalt.
§- 35-
Sobald die Hitze da ist, und das Fieber sichdeutlich zeiget, so muß man für die iebensordnungdes Kranken sorgen.
i) Man muß Sorge tragen, daß die iust inder Stube nicht zu warm sey, daß so wenig Mensehen als möglich darin sich aushalten, daß man sowenig Geräusch mache als möglich «st, und daßNiemand ohne Noth mit dem Kranken rede.Nichts vermehrt das Fieber und das Phanrasirenstarker, als wenn zuviel Menschen in der Stube,und hauptsachlich bey dem Bette sind. Sie ver-derben die iuft, verhindern die Erfrischung dersel-ben, und die Verschiedenheit der Gegenstände be-schäftigt das Gehirn. Wenn der Kranke aufdem Stuhl gewesen oder sein Wasser gelassen hat,so muß es so bald als möglich aus dem Zimmergeschafft werden. Man muß nothwendig, Abendsund Morgens,wenigstens eine Viertelstunde jedes-mal, die Fenster öfnen und zu gleicher Zeit aucheine Thür, um frische tust hineinzubringen. Um
aber