des geringen Mannes vermehren. 55
n
rathen, sie nicht gar zu kühn zu besireiten. DieSache ist wichtig, und in einer Materie, die ihnenfremd ist, müssen sie ohne Zweifel einige Achtungfür den Unterricht solcher Personen haben, derenganze Lebenszeit auf dergleichen Beschäftigungenverwendet worden ist. Ich will nicht, daß manmeine lehren für meine eigenen Machtsprüche anst«hen solle; diegrößesten Aerzte sind es, von denenich in diesem Falle nur ein schwaches Werkzeug bin.Was haben wir alle für einen Vortheil davon,wenn wir den Kranken verbieten zu essen, sichzu ersticken, und hitzige Sachen zu trinken, dieihr Fieber entzünden? Welcher Nutzen kann unsdaher erwachsen, daß wir dem unglücklichen Stromentgegen arbeiten, der sie dahin reißt? Kann manwohl einen einzigen Grund haben, zu glauben,daß Männer von großen GemüchsZaben, Wissen»schaft und Erfahrung, Männer, die ihr ieben mittenunter den Kranken zubringen, die ihre einzige Be,schäftigung seyn lassen, für sie zu sorgen, und alleihre Zufälle zu beobachten, zu ganzen Tausenden,über die Wirkung der Nahrungsmittel, der lebens-ordnung,und der Arzenenen sich blenden und betrie-gen? Können vernünftige ieute es sich wohl ein-fallen lassen, daß eine Krankenwärterin, welcheeine Fleischsuppe, Eyer, Zwieback u. s. w. anräth,mehr Zutrauen verdiene, als ein Arzt, der solcheSachen verbietet? Nichts ist für diesen unange-nehmer, als beständig über dergleichen Verderbenzanken zu müssen, und stets zu befürchten, daß
D 4 tödtende