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44 Von der Unzulänglichkeit
Man kann es denen, die keine Aerzte sind,nicht zu oft wiederholen, daß die meistenRrandh^icen einen bestimmten Lauf, undgewisse Termine haben, die sich ohne Ge-sichr „ich abkürzen lassen. Unzahlbare nütz-liche Mitglieder der menschlichen Gesellfthast sindschon muthwillige Schlachtopfer einer mörderischenGewohnheit worden, die noch itzt unter den Kran,kcn roütet, welche der Pfiege und Vorsorge un-wifftnder Dorfarzte oder Hülfbegieriger Verwand»ten allein überlassen sind. Es ist unbegreistich,wieunsinnig manche ieute durch die heftigsten Arze«neycn ans die meisten Krankheiten losstürmen,wenn sie nicht gleich die erwartete Würkung zuthun scheinen. Ohne daran zu denken, dasi diemeisten regelmäßigen Krankheiten erst einen ge-wissen Grad der Heftigkeit ihrer Zufalle erreichenmüssen, ehe man die Abnahme derselben erwartendarf, ohne die mindeste Aufmerksamkeit auf dieordentlichen Termine der Krankheiten zu verwen«den, tobtet man durch ungeduldige Uebereilunge«tausend brauchbare Glieder des Staates, die alledurch Geduld, Vorsicht und gelinde Heilungsmir-tel zu retten gewesen wären. Bey vielen Krank-heiten und in einigen Terminen derselben, ist eseft zuträglicher, ein vernünftiger Zuschauer, alsein geschäftiger Rathgeber zu seyn. Es ist nichtsgewissers, als daß man durch einen gewaltsamenSturm mit Arzeneyen leichter einen geschwindenTod, als eine frühere Genesung befördert. Die
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