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616 von den Marktschreyern
zu gleicher Zeit den Kranken beobachtet, wenn mansie mit den Zufällen des Uebels / und andern Aus.leerungen vergleichet, wenn man alle äusser« Um-stände , die eine Krankheit verändern können, ge-nau kennet, z. El- gewisse Svelstn und Getränke,verschiedene Arznenen, die Menge des Getränkes.Wenn man nicht von allen diesen Umstanden aufdas genaueste unterrichtet ist, so ist die Ansicht desHarns allem völlig unnütz, sie erläutert nichts,welches die gesunde Vernunft beweist, so daß ichnicht nöthig habe die Gründe ausführlich herzuzeh-len; und man tan als einen unzweifelhaften Satzannehmen, daß derjenige, welcher ohne eine andreKenntniß als die Ansicht des Harns Arzneyen ver-ordnet, ein Vetneger seye, und der Kranke, dersolche nimmt, ihm zum Spiel diene.
§. 587. Man lönte einwenden, woher übereinen Vorwurf, der uns naher angehet als keinanderer, unsere eigne Gesundheit, eine solch lacher-liche Leichtgläubigkeit komme?
Es giebt einige Ursachen, welche dem gemei»nen Volke besonders eigen sind. 1. Der mechani-sche Eindruck des ausser» Scheins auf die Sinnen.2. Das Vorurtheil, daß die Dorfärzte durch eineübernatürliche Gabe die Krankheiten heilen, wel-ches ich schon angemerkt habe. 3. Der Begriff,den es gemeinlich hat, daß seine Krankheiten eine
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