''
>'
l^"
^^
!t
>.-^
W
57Q Von den vorbauungsliiitteln.
und selbst lasterhaft, wenn man solche, in so fernsie nothwendig sind, verabsäumt; aber es ist ebenso thöricht, wenn man sie ohne Noth gebraucht.Eine Arzney, welche zur rechten Zeit genommenwird, wenn sich in der Maschine eine Unordnungäussert, welche in kurzer Zeit eine Krankheit ver-anlassen tönte, hat solcher sehr oft vorgebauen;allein die uemliche Arzney, wenn sie einer gesmpden Person gegeben wird, tan bey einer solchen,wenn schon würklich nicht alsogleich eine Krankheiterfolget, eine grössere Neigung zu einer Krankheitzuwegebringen; und man hat nur gar zu vieleBeyspiele von Leuten, welche aus einem unglück-lichen Hang zu den Arzneyen, ihre Gesundheitverdorben haben, auch wenn solche von der dau-erhaftesten Art war. Dieses ist ein Mißbrauchder göttlichen Gaben, welche seine weise Vorse-hung zu Wiederherstellung der verlohrnen Gesund-heit bestimmt hat; ein Mißbrauch, welcher, wenner würklich die Gesundheit nicht zerstört, dennochmacht, daß die Arzneyen, an welche sich der Leibgewohnt hat, in den Krankheiten leine spürbareKraft äusser», so daß auf diese Weise der Krankederjenigen Hülfe beraubt wird, welche niemahl«Fehlt hätte, wenn er sich solcher nur im Noth-fall würde bedient haben.
Von