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Von den Blutgeschwüren. 51«
wagte, und nach den greulichsten Foltern und Weg-schneidung der Hoden, welches die Marltschreyerund ungeschickte Wundärzte allezeit thun, da einvernünftiger Wundarzt solches in diesem Falle nie-mals thut, die Leute tödtete. Es giebt auch oft-mals Landstreicher, welche diesen Schnitt ohne ei-nige Nothwendigkeit vornehmen, und auf eine un-barmherzige Weise eine Menge Kinder schneiden,welche die Natur entweder durch sich selbst, oderdurch Hülfe eines Bandes, aus dem Grund würdegeheilet haben, da sie eine grosse Anzahl todten,und die überlebenden durch ihre boshafte Unteulch-mung der Mannheit berauben. Es wäre zu wün-schen , daß man solche einer ernstlichen Strafe un»terwcrfcn würde, und man tan es dein gemeinenVolke nicht genug einscharfen, daß der Schnitt,auch wie ihn die geschickten Wundarzte vornehmen,nur in dem angezeigten Falle, das wegschneidenaber der Hoden niemals nothwendig seye.
Von den Vlutgeschwüren oder Blutaisen.
§. 48O. Iederman kennet die Blutgeschwüreoder Blutaisen, welche zuweilen schweres Leidenverursachen, wenn sie groß oder stark entzündetsind, oder wegen einer besondern Lage die nöthigeBewegungen oder ein bequemes Lager verhindern.Wenn die Entzündung beträchtlich ist, wenn zu
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