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Herrn S. A. D. Tissot Anleitung für das Landvolk in Absicht auf seine Gesundheit
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187
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von dem Sonnesitch.

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Ein Oisicier, welcher viele Tage nacheinanderbey grosser Hitze Post geritten, fiele beym absteigenin eine Ohnmacht, welche keinem von den gewohn-ten Mitteln weichen wollte; man errettete ihn, daman ihn in ein eiskaltes Vad eintauchte. Manmuß aber niemal, ohne vorhcrgegaugne Aderlässe,in diesen Fällen ein kaltes Bad gebrauchen.

§. 162. Es ist ganz sicher, daß man vieleher einen Sonncstich bekommt, wenn der Leiban der Sonne ruhet als wenn man sich eine Bewe«gung macht; und der Gebrauch der weißen Hüte,oder einiger Papierblättcr, welche man unter einenschwarzen Hut legt, trägt ein merkliches bey, derschlimmen Würlung einer mittelmäßigen Sonnen-hitze vorzubauen, aber gegen eine heftige Hitze istsolches ohne Nutzen.

Eine natürliche, oder durch die Gewohnheitnatürlich gewordene Leibesbeschaffenhcit, macht un-ter den Würlungen der Sonnenhitze, auf verschie-dene Personen, einen grossen Unterscheid. Mangewöhnt sich an ihre Eindrücke, wie an die Ein-drücke anderer Cörper, welche beständig auf unswürken, und bringt es dahin, daß man sich unge-straft ihrer Hitze aussetzen darf, wie man es da-hin bringt, ohne Nachtheil die heftigste Kälte zuertragen. Der Mensch ist seiner Natur nach fähig,weit mehrere Dinge zu ertragen als er ertragt:

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