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I2Q Entzündung des Ribbenfells,
und so bald ein Kranler den Stich empfindet,werden sogleich alle hitzige Arznenmittel angewen-det. Dieser schädliche Irrthum tödet mehr Men»scken als das Schießpulver; und ist desto schädli-cher , je heftiger die Krankheit ist, und weil indersclbigen kein Augenblick zu verlieren ist; eshanget alles von den ersten Stunden ab.
§. 95. Die Behandlung ist in allen Absich-ten eben diestlbige , wie bey der Entzündung derBrust; wett ste, ich wiederhohle es noch ein-mahl, die nemliche Krankheit ist; diesemnachsind Aderlassen, erweichende und verdünnerndeGetränke, Dampfe, Clystiere, das TranlgenNo. 8. / die erweichenden Umschläge, die wahrenHeilungsmittel; vielleicht sind letztere in diesemFalle noch würtsamer, und man muß solche be-ständig auf den Stich auffegen.
Die erste Aderlässe, besonders wenn solchebeträchtlich ist, vermindert fast allezeit den Stich,und öfters vertreibet sie denselbigen gänzlich;aber gemeinlich stellt er sich nach Verlauf einigerStunden, an gleicher Stelle oder auch anderswowieder ein, letzteres ist nicht wenig vortheilhaft,besonders wenn der Schmerz, der sich im Anfangunter der Warze geäussert, sich gegen die Schul-tern, den Rucken, das Schulterblatt, oder dasGenick hinziehet.
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