in hitzigen Krankheiten.
75
bigen aufhaltet, und man soll alle zwey Tage dasLcmcuMg/ sowohl an den Betten, als an dem Leibdes Kranten abwechseln. Ein verderbliches Vor-urtheil hat eine entgegengesetzte Gcwohnhctt einge-führt, welche sehr schädlich ist. Man furchtetsich, den Kranken ausser das Bett zu lassen, manlast ihn in unreinem Leinenzeug liegen, darinnensich die Fäulniß angehäuft, und welches auf solcheWeise nicht nur die Krankheit unterhaltet, sondernderselblgen eine bösartige Beschaffenheit zuziehenlan. Ich wiederhohle es, daß nichts das Fiederund Verwirrung der Sinnen mehr unterhalte, alswenn der Kraule nicmal ausser das Bett geht,und das Lemenzcug nicht abändert; und ich habedurch dieses zweyfache Mittel öfters ohne andereHülfe, den Verwirrungen der Sinnen ein Endegemacht, welche zwölf Tage ununterbrochen fori-gcdauret hatten. Man sagt, der Krante feye zuschwach; dieses ist ein schlechter Grund; es mußein Kranker beynahe sterbend seyn, wenn er dieseVerrichtung nicht ertragen lan, welche, uuerach-tct sie für einige Augenblicke die Kräfte angreift,solche nachher vermehrt, und das Uebel vermin-dert. Es ist eine Würlung des Aufenthalts ausserdem Bette, daß das Wasser häufiger und leichterabgehet. Man siehet zuweilen solche, die nie^mal anders, als wenn man sie aus dem Bettenimmt, das Wasser lösen können.
Diese