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verschlimmrul^g der Rrankheiten. 55
durch ein Fieber todten. Die Furcht besiehet nurin der Einbildung; die Schwachheit hat nie kei-nen Menschen im Fieber gctödtet; sie können sichviele Wochen durch mit Wasser begnügen, undbcstnden sich nachher nur desto besser bey Kräften;anstatt, daß man den Kranken zu ernähren undzu starken sncht, vermehren die Speisen die Krank-heit/ und der Kranke wird dadurch nur destoschwächer.
§. 19. So bald ein Fieber vorhanden ist,verdauet der Magen nicht mehr; alles , was manzu sich nimmt, verdirbet, und wird eine Quelle derFaulniß, welche zu den Kräften der Krankennichts hilft, hingegen die Kräfte der Krankheitungemein vermehrt; auf solche Weise werden alleSpeisen zu einem wahren Gift, welcher die Kräftezerstört; tausend Beyspiele erweisen dieses. Mansiehet diese armen Unglücklichen, denen man dieSpeisen aufdringt, ihre Kräfte verlieren, und inBangigkeiten und Verwirrung der Sinnen verfallen,in dem Grad, wie sie solche zu sich nehmen.
§. 20. Man schadet ihnen, nicht nur durchdie Menge der Nahrung, sondern auch durch ihreEigenschaft. Man giebt ihnen die kräftigstenFleischbrühen, Eyer, Zwyback, auch Fleisch zuessen, wenn sie noch Kräfte genug zum käuen ha-ben. Unter der Last so vielen schlechten ZeugsD 4 müssen
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