188
Sechster Abschnitt. Angewandter Thcil.
Chlorbarynmlösung, und bewirkt die Fällung im Kochen, so kann mandiejenige Menge Chlorbarynmlösung bestimmen, welche nöthig ist, diemit rothem Lakmuspapier zu ermittelnde Atkalität der Lösung wegzu-nehmen. Sie berechnet sich einfach auf kohlensaures Natron.
1 CC. Zehent-Chlorbarynmlösung == 0,0053 Grm. kohlensauresNatron.
Handelt es sich darum, auf einer Reise zu ermitteln, ob eine Quelleeiner genaueren Untersuchung werth sei, so kann man den Kochsalz-gehalt direct mit Silberlösung, das kohlensaure Natron aus einer etwaseingedampften und filtrirten Menge mit Normal-Salpetersäure bestimmen
Die in Wasser unlöslichen Bestandtheile.
5) Man dampft 1000 CC. zur Trockne ab, löst in Wasser, tiltrirtund wäscht aus. Man löst mit warmer Salzsäure auf dem Filtrum undwäscht aus. Das geglühte Filtrum giebt die Kieselerde.
6) Im Filtrat fällt man mit Ammoniak Eisenoxyd und Thonerde.Das Gewicht beider wird bestimmt. Man zerreibt etwas im Platintiegelund löst in diesem mit starker Salzsäure durch Wärme auf. Die Lösungsetzt man auf Zink und bestimmt das Eisen mit Chamäleon. Man be-rechnet auf Eisenoxyd und zieht vom Gewichte beider ab. Es bleibt sodie Thonerde.
7) Aus dem Filtrat vom Eisenoxyd und Thonerde fällt man den Kalk mitkleesaurein Ammoniak, wäscht ihn aus und bestimmt ihn mit Chamäleon.
8) Aus dem Filtrat von kleesaurem Kalk fällt man mit phosphor-saurem Natron die Bittererde, lagst über Nacht absetzen und bestimmtdie phosphorsaure Bittererde nach Gewicht.
Salinische Mineralwasser.
1) Zur Bestimmung der Summen der Bestandtheile pipettirt man100 CC. in die Platinschale, setzt 1 bis 2 Grm. trocknes, chemisch reineskohlensaures Natron zu, so dass die Flüssigkeit alkalisch reagirt, undnotirt die zugesetzte Menge kohlensauren Natrons. Man dampft zur Trockneab, ohne Umrühren und Spatel, und bestimmt das Gewicht des Restes,wenn er beim Siedepunkt des Wassers und nachher unter der Chlor-calciumglocke keine Gewichtsabnahme mehr zeigt. Nach Abzug deskohlensauren Natrons erhält man das Gewicht der Bestandtheile rein.Das kohlensaure Natron verwandelt das Chlormagnium und Chlorcalciumin kohlensaure Bittererde lind Kalk, welche nicht hygroskopisch sindund ailch bei der Erhitzung keine Salzsäure verlieren, wie das Chlor-magnium thnt.
2) Die Masse aus 1 löst man in de*tillirtem Wasser, flltrirt in eine500 CC. Flasche, süsst vollständig aus, füllt bis an die Marke und be-stimmt den Chlorgehalt in fractionirten Mengen, indem man 5 oder10 CC. heratispipettirt. In diesen bestimmt man nach vorläufige]- Ab-