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2 (1859)
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64
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G4 Vierter Abschnitt. F'ällungsanalysen.

ganz schwacher Anflug von Quecksilbersalz an das Uhrglas, welchernach vorherigem Erhitzen, Tariren und Abwischen zu 0,002 Grm. Queck-silberoxyd bestimmt wurde. Das übrig gebliebene Quecksilberoxyd wog0,822 Grm. ts= 82,2 Proc.

Berechnet man die 79,078 Proc. Quecksilberoxydul nach dem Ver-hältniss 208 : 216 auf Oxyd, so erhält man 82,1 Proc. Qnecksilberoxyd,also mit obiger Analyse sehr genau stimmend.

Von einem anderen salpetersauren Quecksilberoxydul, welches infesten Krystallen angeschossen war, wurde 1 Grm. nach der Methodeauf Quecksilberoxydul bestimmt, und ebensoviel durch Erhitzen auf Oxydbehandelt. Letzteres hinterliess in zwei Proben

1) 0,737,

2) 0,738 Grm. Quecksilberoxyd.

Das gelöste Gramm erhielt 36,8 CC. Kochsalzlösung, und dagegen2,6 CC. Silberlösung. Es sind also 34,2 CC. Kochsalzlösung das Maassdes Quecksilberoxyduls. Diese berechnen sich auf 0,71 17 Grm. =71,17 Proc. Quecksilberoxydul. Und diese zu Oxyd berechnet geben73,9 Grm. Quecksilberoxyd, welches ebenfalls genau mit dem Erhitzungs-versuch übereinstimmt.

Bei dieser Gelegenheit mögen einige andere Versuche, das Queck-silberoxydul maassanalytisch zu bestimmen, erwähnt werden. DurchFällung mit Salzsäure kann man das Queeksilberoxydul als Quecksilber-chlorür von allen Oxyden der Metalle trennen, ausser von Silber, wel-ches bei diesen Versuchen nicht stört, da das Chlorsilber in wässerigerLösung durch diejenigen Körper nicht zersetzt wird, welche als Oxyda-tionsmittel hier angewendet werden können. Wenn es gelänge, dasQuecksilberchlorür in Chlorid zu verwandeln, so würde dies einer Oxy-dation des Oxyduls in Oxyd ganz gleich stehen.

Fällt man das Queeksilberoxydul als Chlorür und wäscht diesesaus, oder trennt man die Flüssigkeit durch mehrmaliges Abgiessen, solassen sich die Oxydationsmittel bei dem mit Salzsäure versetzten Chlo-rür anwenden.

Chamäleon wird anfangs ziemlich rasch entfärbt, und die Erschei-nung ist ganz deutlich. Die Flüssigkeit wird immer klarer wegen Bil-dung von gelöstem Quecksilberchlorid. Gegen Ende der Operation, wodas meiste Chlorür schon verschwunden ist, bestehen Trübung und rosen-rothe F'ärbung des Chamäleons gleichzeitig, offenbar weil ein unlöslicherKörper, wie das Quecksilberchlorür, nur allmählig auf das Chamäleonwirken kann. Das Abwarten der Wirkung ist misslich wegen der frei-willigen Entfärbung, die verdünntes Chamäleon immer erleidet. Ob-gleich wir hier zwei Erscheinungen haben, welche das Ende der Opera-tion anzeigen sollen, nämlich das Verschwinden der Trübung und dierothe Farbe, so bleibt dennoch eine kleine Unsicherheit in der Beurthei-lung zurück. Gleichwohl ist Chamäleon noch das beste Bestimmungs-mittel von den noch zu erwähnenden.