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2 (1859)
Entstehung
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35
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Fünftes Capitel. Silber. 35

in einem halbstündigen Stehen 0,2 bis 0,3 CC. Flüssigkeit von denWänden herabrinnen lässt, so dass der abgelesene Stand um diese Grössesteigt. Bei der Graduirung ist die Bürette nicht so lange stehen gelas-sen worden , und es muss deshalb ein kleiner Fehler dadurch eintreten,dass die Bürette anders gebraucht wird, als sie graduirt worden ist.Diesen Nachtheil corrigirt man in der folgenden Art.

Man lässt aus der grossen 100 CC. Bürette die Kochsalzlösung,wenn sie nur noch eine schwache Trübung hervorruft, bis auf das näch-ste volle Cubikcentimeter ablaufen, notirt diese Zahl, und hat diese Bü-rette nun nicht mehr nothwendig. Eine zweite engere Bürette, welchedirect in lOtel CC. eingetheilt ist und im Ganzen "20 bis 30 CC. fasst,dient zum Vollenden der Arbeit. Man lässt aus dieser jedesmal 1 j 10 CC.auslaufen und beobachtet die Erscheinung. Hat das letzte lOtel CC.Fio-. 3. keine Trübung mehr hervorgebracht, so rechnet man es nicht240 Mm. lang, fin, addirt aber die aus der kleinen Bürette ausgelaufenen CCund ihre Brüche zu den aus der grossen Bürette ausgelau-fenen. Die CC. geben ohne weiteres die Procente Silber anund, wenn man das Komma um eine Stelle rechts setzt, dieTausendtheile Silber, wie dies beim Silber üblich ist. Dieerste Methode wurde mit einer Bürette und einer Flüssigkeitausgeführt, die zweite mit zwei Büretten und einer Flüssig-keit, und eine noch grössere Genauigkeit erhalten wir mitzwei Büretten und zwei Flüssigkeiten. Die Kochsalzlösungmit !/io Atom im Litre heisst systematisch Zehentfliissigkeit-Man bereitet sich nun eine Hundertflüssigkeit, indem mau100 CC. der Zehentflüssigkeit in eine Pipette aufsaugt,*-' C diese in eine Litreflasche auslaufen lässt und diese bis andie Marke mit destillirtem Wasser anfüllt. Mit dieser Hun-dertflüssigkeit wird die kleine Bürette angefüllt und nachjedem Schütteln ein ganzes CC. einlaufen gelassen. Würdeman von dieser verdünnten Flüssigkeit viel weniger neh-men, so wäre es nicht möglich, eine sichtbare. Trübung da-mit zu erzeugen. Dass man ganze Cubikcentimeter auslau-fen lässt, hat ausserdem noch den Vortheil, dass man zugleicher Zeit eine beliebige Menge Analysen in Gangsetzen kann, indem man bei jedem Glase die Anzahl der gan-zen Cubikcentimeter Hundertflüssigkeit notirt, die demselbenzugesetzt worden sind. Jeder Cubikcentimeter der Hundert-flüssigkeit ist 1 ji 0 CC. der Zehentflüssigkeit gleich und be-deutet 1 /iooo Silber oder 1 / 10 Procent. Statt der kleinen-ff rette mit 1 / w CC. bedient man sich auch der Handpipettevon 1 CC. (Fig. 3), welche nur einen Strich hat. BeimBeobachten einer noch nicht ganz geklärten Flüssigkeit incylindrischen Gläsern muss man sich vor einer Täuschung1 co. Pipette, hüten, die schwebenden feinen Theilchen des Chlorsilbers