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1 (1859)
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288
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288 Dritter Abschnitt. Arsonigsaures Natron gegen Jodlösung.

Schüttelt man wenig, so wird örtlich Stärke vom Chlor zersetzt,nachdem die an jener Stelle befindliche arsenige Säure bereits oxy-dirt ist.

Es folgt also einfach aus diesen Thatsachen, dass man eine chlor-haltige Flüssigkeit nicht zu einer stärkehaltigen bringen darf, um dieJodreaction in der Flüssigkeit hervorzubringen. Es ging mir auch da-durch ein Licht auf, warum Penot die mühsame Methode der Betupfungannimmt, während doch die Reaction in der Flüssigkeit so nahe lag.Bei Penot bleibt der Kleister auf dem Papier und kommt nicht mitdem Chlorzusatze in Berührung, bis die Flüssigkeit gemischt und alsoauch das Chlor gebunden ist. Es giebt also die Penot'sche Methoderichtige Resultate, obgleich sie wegen der Betupfung noch lange nichtbequem ist.

Bringt man das Chlorwasser in Jodkalium, so wird eine äquiva-lente Menge Jod ausgeschieden. Diese kann man ganz ruhig zu einerstärkehaltigen Flüssigkeit setzen, weil freies Jod die Stärke nicht zer-setzt. Man müsste also die Operation mit einer titrirten Jodlösung zubeendigen suchen, wie dies auch Bunsen thut.

Mit Benutzung aller dieser Thatsachen lässt sich die Chlorometrieauf ein sehr genaues und sehr einfaches Verfahren zurückführen. Sieunterscheidet sich von den Methoden von Bunsen und Streng wesent-lich dadurch, dass sie mit alkalischen Flüssigkeiten arbeitet, währendjene Methoden ganz richtig saure Flüssigkeiten anwenden, da die vielenvon ihnen hineingezogenen Metalloxyde in alkalischen Flüssigkeiten nichtlöslich sind.

Chlor und Jod, die zu sauren Flüssigkeiten keine Affinitäten be-sitzen, werden aus eben diesem Grunde besser in alkalischen behandelt.

Vierzigstes Capitel.

Bereitung der Maassflüssigkeiten.

a) Zehend-Normal arsenigsaure Natronlösung.

Wir haben zwei Flüssigkeiten, welche sich wechselseitig zersetzen,1) arsenigsaure Natronlösung, 2) Jodlösung.

Beide könnten als Grundlage dieser Methode genommen werden,da beide aus leicht rein zu beschaffenden und abzuwägenden Körperndargestellt werden. Bunsen hat die Jodlösung als Grundlage genom-