IV.
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Arsenigsaures Natron gegen Jodlösung.
(Chlorometrie, Siüfhydrometrie).
Die im Folgenden zu besehreibende Methode der Oxydations- undReductionsanalyse ist, wie die der vorangehenden Abschnitte, durchallmälige Verbesserungen und Zusätze zu derjenigen Vollkommenheitgekommen, welche sie jetzt besitzt.
Die erste Anwendung der arsenigen Säure zur Maassanalyse rührtwieder von Gay-Lussac *) her, welcher darauf ein chlorometrischesVerfahren gründete. Er löste die arsenige Säure in Salzsäure auf, ver-setzte die Lösung mit schwefelsaurer Indiglösung und gab nun Chlor-kalk hinzu, bis das Verschwiden der blauen Farbe des Indigs ein leich-tes Vorwalten des Chlors anzeigte. Dieses Versehwinden der Farbe trittaber nicht plötzlich, sondern ganz allmälig ein, indem das örtlich zer-störte Pigment des Indigs durch einen Ueberschuss von arseniger Säurein einem anderen Theile der Flüssigkeit nicht wieder hergestellt werdenkonnte. Wenn der letzte Antheil arseniger Säure verschwand, warauch schon der grösste Theil der Indigfarbe zerstört. Es entstand da-her eine Unsicherheit in der Beurtheilung des Endes der Operation,welche bei den Chlorkalkfabrikanten den Wunsch nach einer anderenMethode hervorrief.
Ein solches Verfahren ist denn auch von Penot**) mitgetheiltworden. Mit Beibehaltung der arsenigen Säure hat er das Verfahrenvon Gay-Lussac so verbessert, dass es nun gleichbleibende, scharfe
*) Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. XVIII, S. 18.
**) Dingler's polyt. Journal, Bd, 127, S. 134 und Bd. 129, S. 286.