Druckschrift 
1 (1859)
Entstehung
Seite
71
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Elftes Capitel. Baryt. 71

fänglich etwas mühsamer, weil das genaue Stellen der Säure schwierigist, er erspart aber später die Berechnungen. Da man nun immer einNatron hat, welches der Kleesäure äquivalent ist, und man jedenfallsein solches haben nmss, welches der Salpetersäure äquivalent ist, indemdie Correction nur für die zum Sättigen verbrauchten CC. Salpetersäurestattfindet, also nacli Abzug der CC. Natron, so ist das richtige Stellender Salpetersäure vorzuziehen.

Die nach dem kohlensauren Baryt corrigirte Salpetersäure zeigtesich nun ganz gleichwerthig mit dem Probenatron, welches selbst nachder Kleesäure gestellt war. Es sind also hier doppelte Garantien fürdie Richtigkeit der Basis gegeben.

Elftes Capitel.

Baryt.

Substanz.

Formel.

Atom-gewicht.

Abzuwägen-de Menge für1 CC. Norm.-Siiure=l Pro.Substanz.

1 CC. Nor-malsäureist gleich

11) Barymn ....

Ba

08,59

0,859 Grm.

0,00859 Grm

15) Baryt.....

BaO

70,59

7,059,

0,07059

IG) Barythydrat. .

BaO -f HO

85,59

8,559

0,08659]

17) Barytkrystalle

BaO + 9 HO

157,59

15,759

0,15759

18) Kohlens. Baryt

BaO -f C() 2

98,59

9,859

0,09859

10) Chlorbaryum .

BaCl

104,05

10,405

0,10405

20) Salpeters. Baryt

BaO -f NO s

130,59

13,059

0,13059

Wie in dem vorigen Capitel gezeigt worden ist, hat die Probe-salpetersäure eine Stärke erhalten, welche entweder nach kohlensauremBaryt gemessen ist oder welche direct dem kohlensauren Baryt nachdem Grundsatze des Atoms auf ein Litre gleich ist. Es ist einleuch-tend, dass man den kohlensauren Baryt selbst, so wie den reinen Barytund alle Verbindungen, die in normalerweise kohlensauren Baryt gebenkönnen, mit dieser Säure wird titriren können. Es versteht sich vonselbst, dass keine anderen Stoffe, welche in derselben Art wirken kön-nen, dabei sein dürfen. Dies liegt aber auch ausserhalb der Titrir-methode, denn sie ersetzt eigentlich die Wägung, aber nicht die Ana-lyse. Sind keine andere störende Stoffe vorhanden, so wägt man denzu bestimmenden Stoff aus einer Menge indifferenter Stoffe heraus, ohne