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1 (1859)
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65
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Achtes Capitel. Ammoniak. G5

das Verfahren, welchem ich wegen der Wirkung der neutralen Ammo-niaksalze auf Lackmustinctur eine geringere Schärfe zugeschrieben habe.

Es will mir scheinen, als seien Mengen von 1 Litre von so schwachammoniakalischen Flüssigkeiten, als die natürlichen Wässer der Erde, zuklein, um zuverlässige Resultate zu erhalten, und auch dass man Brüchevon Milligrammen weder mit der Maass - noch mit der Gewichtsanalysegenau bestimmen könne. Bei etwas grösseren Mengen geht dies ganz gut.

Ich will hier eine Analyse des Gaswassers auf seinen Ammoniak-gehalt einschalten, da diese Bestimmung von technischer Wichtigkeit istund die dazu anzuwendende Methode in die Reihe der technischen ein-treten soll.

Das Gaswasser war nicht ganz frei von Regenwasser und alsoschwächer, als gewöhnliche gut aufgefangene Gaswasser zu sein pflegen.Dies ist jedoch hier ohne besondere Bedeutung.

75 CC. eines stark gelblichen Gaswassers wurden in einer passen-den Kochflasche in dem nebenstehenden Apparate mit etwas Kalkmilch

Fig. 02.

ROhrenkfthler.

vermischt und der Destillation unterworfen. Das Ende der Kühlröhrewar durch eine Kautschukröhre mit einem knieförmig gebogenen Glas-röhre versehen, welches die Destillate bis nahe an den Boden der Vor-lageflasche führte, welche etwas destillirtes Wasser enthielt. Die ein-zelnen fractionirten Destillate wurden mit Lackmustinctur versetzt undmit Normalkleesäure roth titrirt.

Es wurden verbraucht für das

erste Destillat von 0 26 CC. zweite 26 27,5

dritte 27,5 27,6

vierte 27,6 27,61

Das fünfte Destillat wurde durch den ersten Tropfen Kleesäureroth, folglich die Entwickelung des Ammoniaks beendigt. Da.ich aberMohr's Titrirbuch. D