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1 (1859)
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04 Zweiter Abschnitt. Alkalimetrie.

Diese mit 0,022 (dem tausendsten Theile des Atomgewichtes der C0 2 )mviltiplicirt, geben 1,6874 Grm. C0 2 . Diese auf 3,08S berechnet, geben54,64 Proc. C0 2 .

Unter den von Rose*) untersuchten Arten des kohlensauren Am-moniaks findet sich das doppelt kohlensaure Ammoniak von der Zusam-mensetzung:

das vorliegende Salz

1 At. Ammoniak . . . 21,6 21,27

2 „ Kohlensäure ... 55,72 54,642 „ Wasser.....22,68 23,09.

Es ist demnach das in den Gasreinigungsapparaten sich absetzendefeste Salz reines doppelt kohlensaures Ammoniak mit 2 At. Wasser. Imvorliegenden Falle kommt der kleine Gehalt an brenzlichem Oel unterdie Columne Wasser, und es erscheinen demnach die beiden anderenBestandtheile in gleichförmig verminderter Menge. Es erklärt sichdurch diese Zusammensetzung die Geruchlosigkeit des Salzes.

B ou ssin gault **) hat in einer Reihe von Versuchen den Ammo-niakgehalt von Regen, Schnee, Fluss-, Quell- und Brunnenwasser durchMaassanalysen bestimmt. Seine Methode gründet sich darauf, dass beider Destillation von Wasser, welches nur wenig Ammoniak enthält,dies in den ersten Portionen des Destillates vollständig enthalten sei.Er destillirt von 1 Litre Wasser, welchem zur Zersetzung der Ammo-niaksalze und Bindung der Kohlensäure etwas Aetzkali oder Kalkmilchzugesetzt i=t, 400 CC. ab, bei guter Abkühlung und der Vorsicht, dassnichts mechanisch überspritze Die Menge des Ammoniaks bestimmt ermit einer titrirten Schwefelsäure, welche ^jq Atom der grossen Ber-zelius'schen Atomgewichte, also 61,250. Grm. Schwefelsäurehydrat imLitre enthält. Da unsere Normalsäure nur 49 Grm. Schwefelsäurehydratenthalten würde, so ist sie noch schwächer, also empfindlicher, undkann unbedenklich statt dieser Säure genommen werden. Bei sehr ge-ringem Ammoniakgehalt nimmt er die Säure noch schwächer, was unsauch bei unserer Stärke freisteht!

Ferner bedient er sich eines verdünnten Aetzkalis, welches vorherauf die Schwefelsäure titrirt oder ihr gleichgestellt ist. Hierbei bemerkter auch, dass die bereits blau gewordene Flüssigkeit später wieder inRoth übergehe; es sei also abzulesen, wenn die Flüssigkeit zuerst inihrer ganzen Masse eine blauliche Farbe zeige. Er übersättigt also dasammoniakalische Destillat mit einer gemessenen Menge seiner Normal-schwefelsäure und geht dann mit dem Aetzkali rückwärts. Es ist dies

*) Annal. der Pharmacie, Bd. 30, S. 82.

**) Annal. de C/iim. et Pfojs. Tal; Annal. der Chem. u. Pharm. 88, 391; Dingler'spolytecan. Journal 1S3, 453.