52
Zweiter Abschnitt. Alkalimetrie.
gelassen und nachher durch 3,1 CC. Normalnatronlösung die blaue Farbewieder hergestellt. Es waren also 35 — 3,1 = 31,9 CC. Säure ver-braucht worden. Diese berechnen sich nach der Tabelle:
30 CC. = 2,0733
1 „ = 0,069110,9 „ = 0,062199
Summa . . 2,204609 Grm. statt 2,2035 Grm.
2) Eine Portion frisch geglühtes reines kohlensaures Kali wog2,373 Grm. Es wurde dazu das Aequivalent Kleesäure zu 2,160 Grm.berechnet und diese Menge ganz genau abgewogen. Beide Körperwurden vorsichtig in eine Kochflasche gebracht, Wasser hinzugefügtund abgekocht. Nun wurde Lackmustinctur hinzugefügt. Die Flüssig-keit wurde violett roth. 1 Tropfen Normalnatronlösung machte klar ■blau, der zweite Tropfen stark blau ohne allen rothen Schein, der dritteTropfen that nichts mehr; 1 Tropfen Normalsäure zugesetzt that nichts;der zweite Tropfen machte etwas violett, der dritte Tropfen roth violett,der vierte Tropfen sichtbar roth. Man sieht also, dass die Aequivalentedieser Stoffe in der Ausführung sich vollkommen sättigen, dass manhöchstens nur um einen Tropfen der Probeflüssigkeit im Unklaren istund dass man die Sättigung bis zur violetten Farbe treiben muss, ohnedarüber hinaus zu gehen. Ich lese deshalb ab, wenn die Farbennüanceviolett ist und lasse noch einen Tropfen Natronlösung nachfallen ; wenndieser dann ganz blau macht, so lasse ich es bei der vorherigen Ab-lesung bewenden; bringt er aber nicht blau hervor, so lese ich nachdem Tropfen ab und lasse noch einen Tropfen Natronlösung hinzukom-men, der jetzt fast immer die Wirkung hervorbringt.
3) 3,129 Grm ; chemisch reines kohlensaures Kali wurden gelöst,mit Lackmus versetzt und aus zwei neben einander stehenden Büretten,die eine mit Probesäure, die andere mit Probenatron gefüllt, abtitrirt.Da beide Büretten immer die ausgelaufene Quantität Flüssigkeit zeigen,so kann man jede verdorbene Analyse sogleich wieder in Ordnung brin-gen, wenn man von Neuem mit Säure übersättigt und dann mit Alkalinachfolgt, so dass der letzte Tropfen violett macht. Es wurden deshalbdie Ablesungen immer gleich nach der Sättigung gemacht. Das ersteMal wurden 50 CC. Säure gegeben und dagegen 4,9 CC. Natron ge-braucht. Nun wurde die Säure in beliebigem Gusse hinzugelassen undnach der Sättigung abgelesen. Jede Ablesung ist eine Analyse. Eszeigten sich die folgenden Zahlen: