Fig. 22.
Zweites Capitel. Die Bürette. 17
mit Ausgiessen aufhören, das Verbrauchte notiren und frisch auf Null
anfüllen.
Eine noch einfachere Gestalt habe ich der G-ay-Lussac'schen
Bürette dadurch gegeben, dass ich die Giessröhre ganz getrennt davon
lasse und nur eben hineinstelle.
Fig. 21. Die Bürette ist ein unten zugeblasenes möglichst calibri-
sches Glasrohr. Zur Giessröhre wähle ich ein eben-
»• • falls möglichst calibriscb.es dünnes Glasrohr. Ichhabeden
äusseren Durchmesser der letzteren 4 mm , und den inneren
2,5 mm stark genommen. Diese Röhre wird, nachdem das
Giessende beinahe untereinem rechten Winkel 30bis 40 mm lang angebogenist, so weit abgeschnitten,dass, wenn sie oben mitdem gebogenen Ende auldem Rande der Haupt-röhre hängt, sie untenden Boden beinahe be-rührt. Man bezeichnetbeide Röhren mit einemDiamante in gleicher Art,zum Zeichen, dass sie zu-sammen gehören. Auchkann man sich von dem-selben Stücke eine zweiteGiessröhre zur Seite le-gen, für den Fall, dasseine verloren geht oderzerbrochen wird. DieseBürette ist eine vollkom-men Gay -L us sac'sche,weil sie ebenfalls denAusfluss von unten hat.Sie wird ganz wie diesebehandelt, gefüllt, geleertund abgelesen, und theiltauch ihre Mängel, nursie weniger leichtAuch kann man
Einfache;ay-Lussac'sche
dass
Fu^sbürette.Bürette.
zerbrechlich ist und leichter hergestellt werden kannsie mechanisch leicht überall reinigen.
Eine sehr zweckmässige Modification ist in Fig. 22 abgebildet. Sie
hat einen natürlichen Glasfuss. Ausguss- und Blaseröhre sind in einem
Korke angebracht, welcher aber nicht von der Flüssigkeit benetzt wird,
weshalb man diese Form auch zu Chamäleon anwenden kann. Die
Mohr s Titrirbucli. 2