?2 Wind-Rehe der Pferde.
Aeußeerlich, weilen die Füsse jederzeitsteif und kalt seynd, könnte obiger Anstrich,so bey der Rehe beschrieben worden, an-fangs wohl dienen; aber wenn die Krank-heit schon wirklich posio gefasset, istnimmermehr darzu zu rathen, daß mandem Pferde viel Blut aus dem Leibe las-se, weilen dasselbe schon durch die inner«liche Hitz mehrmtheils ausgedampfet undverzehret »st, sonderlich was der wasser-liche Theil anbelanget.
Also wäre es das Beste, wenn man eshaben kann, man nehme 2 bis 3 Hunde,lasse sie todtschlagen hernach gestochen unddas Blut sauber von ihnen aufgefangen,aber inzwischen wohl umgerühret, daß esnicht an Klumpen zusammenlauft; hat mandalm ungefähr 2 Maas Blut, so schütteman gleich 1 Maas guten Brandtenweindarzu, welcher vorher auch warm gemachtseyn muß, und die Füße bis an den Leibwohl warm damit gerieben, und so etwasübrig, kann dem Pferde der Kiefer und an-dere Theile am Kopfe auch damit geriebenwerden; hernach nimmt man ein Tuch, soin warmer dünner Weinhefen eingenetzetworden; selbiges schlage man dem Pferde,