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Versuch eines Apothekerbuchs für Landstädte
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317
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Wch die »«dickten Pflanzcnsäfte, z, D. des Sch-er-lings, Eisenhuts u. s. w, unter die Ertracte gesetzt, alilcin/le verdienen den Nahmen Ertr.«te nicht, undh/?r sind sie in ihre gehörige Reihe gestellt worden.

2) Alle einfachen Arzeneymittel die ausgezogen undzu Extraiten angewendet werden sollen, müssen zuvorzerschnitten und gequetscht werden. Diejenigen ein.'fachen Mittel, woraus geistige Ertracte gemacht we«den, müssen allemal trocken seyn.

?) So wohl die Ertraction als auch das Adran?chen zum Extract muß mit der gelindesten Wärmegeschehen. Man thut am besten, wenn man sie imWasserbad abraucht. Raucht man sie aber über ge»lindem Feuer ab, lö müssen sie, und vorzüglich gegettdas Ende der Verdampfung, beständig umgerührtwerden.

4) Diejenigen Mittel, die viel? flüchtige Theileenthalten, müssen durchaus im Wasserbad nicht ablein abgeraucht sondern auchertrahiret werden. Z.B.das Balorianexuact.

5) Man tan den bey der ersten Emaction üdettgebliebenen Rückstand noch einigemal ausziehen, undalle erhaltene Flüßigkeiten nachher auf einmal abtrauchen. Doch darf die Rhabarber nur zweymalenrahirt werden, sonst wird das Wasser ganz schleimmicht und das Extract schimmelt bald.

6) B«v) der m Landapothekcn so nöthigen Spa«samkeit kan man oft den nach der Destillation derWasser und Oele überbleibenden Rückstand zuErtractinbrauchen, wenn keine Sahe Hinzugechan worden.

7) Allemal muß die Flüßigkeit die wir dazu g«brauchen, in einem richtigem Verhältniß zu der aus?zuziehenden Materie stehen.

8) Die Abkochungen müssen durchgeseihet werden,und nachher Einen oder einige Tage lang stehen,bis sich genug daraus zu Boden gcsezt hat; dann wer/

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