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Versuch eines Apothekerbuchs für Landstädte
Entstehung
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310
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3) Der Kolben oder die Phiole wird mit den Ingre-dienzen der Tinctur in ein Sandbad oder in einen Bo-«rhavischen Ofen gesetzt; sie dürfen aber imScmddadenicht tiefer stehen als der Raum beträgt, der in ih-nen angefüllt ist, und vom Boden der Kapelle müs-sen sie drey Finger hoch abstehen. Die ganz« Di-gcstionszeit über nm5»ur eine gelinde Wärme unter-halten werde«. Hst aber der Körper, woraus man«ine EMz oder Tinctur ziehen will, hart, so ver-mehrt man zu Ende der DigestionsM die Hitze, sobaß das Aufiösungsnnttel ein wenig lochet.

4) Während der Digestion muß das Gefäß oft um-geschüttelt werden, besonders wenn gummöse Körperdigeriret werden.

5, Man muß alle Tincturen und Essenzen sich«rst setzen lassen, ehe man sie durchseiht.

6) Die alcalischen Tincturen werden mit höchst-rectificittem Weingeist und einem sehr scharfen undFaustischen alkalischen Salz ausgezogen. Die Essen-zen und Tincturen von harzichten und gummihar-zichten Körpern erhält man am besten, wenn mandiese erst zu Pulver macht und nachher weißen wohl«bgewaschenen Sand damit vermischt, hierdurchschmelzen sie nicht so leicht in Klumpen zusammen;sind aber die dabey vorgeschriebene Pulver zu diesemEndzweck hinreichend, so ist dieser Zusatz unnüchig.

7) Vielleicht würde der Arzt bessere Tincturenaus der Apotheke erhalten, wenn der Apotheker zurAusziehung sich einer Art von Papinianischm Ma-schine bediente wie es ^. 1^. 6e Uaen libeilul, c>i,l,^emonltratur Hucxi non solum ve^etahlliH, 2NlM2>M, A minelÄlia menstruc» limplici pauc« linriz pol^iunt löivi, verum eti^m extracl» pimilimu sc lulia«Nem»!i3 par^ri. Vinäob. i?66. anrath, die auch«r«böl m den Schriften der Gesellschaft der wisisenschaften zu Vl»ß»ngen Ch. 2. bewährt gesunde«b«t. 8)