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Versuch eines Apothekerbuchs für Landstädte
Entstehung
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215
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so 'st ö,r Sublimat frey von Achnik. Aech-ter Fublimat in reinem Wasser aufgelößt, nmßMKalkwasser und alkalischen Auflösungen ei-«m pommeranzenfarbigen Niederschlag geben,bcr, je langer die Flüßigkeit drüber sieht destodunkler wird, und er muß wenn man ausqe-lößtcs Wcinsteinsalzdarauftröpfelt, wchlichgelbwerden und nicht schwarz. Seine Auflösungin reinen Wasser muß von den: Zugießen desSalmiakgeistes oder eines andern flüchtigeniaugcnsalzes trüb und mllchicht werden. DieVorschrift den fressenden Quecksilber-Subli-mat zuzubereiten, ist folgende. Man nehmereines lebendiges Quecksilber v/er Unzen, lösees in einem gläsernen Kolben mit acht Unze«sauren Salpetergcist auf, und dampfe die Auf-lösung bis zur Trockne wieder ab; die zurück-gebliebene Masse reibe man in einem gläsernenMörser und mische mit gehöriger Vorsicht ge-meinen calcinirten Vitriol und gut getrocknetesKüchcnsalz von jedem acht Unzen hinzu. Mitdiesem Pulver fülle man solche Gläser, die derApotheker zur Versendung der Tränkchenbraucht, so an, daß zwey oder drey Theiledavon leer bleiben, diese setze man in eine Sandskapelle, und gebe erst gelindes Feuer, dasaber nach und nach so lang verstärkt werde«muß, bis alles Quecksilber in die Höhe gestie-gen ist. Die Oefnungen der Gläser bleibensolang offen bis alles fiüßige verdunstet ist.

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