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Versuch eines Apothekerbuchs für Landstädte
Entstehung
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214
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noch mehr auf der Zunge im Mund und inder Kehle eine unbeschreibliche Schärfe undlößt sich in Weingeist und Wasser auf. Mankauft ihn gemeiniglich von den Holländern, deraber insgemein mit Arsenik verfälscht ist. DerApotheker in iandstadten sollte, wenn er ihnnicht selbst zubereiten will oder kann, ihn blosaus der Apotheke der HanMckt nehmen dür-fen, die dem Arzt und ihm für die AechtheitBürge seyn muß; denn es ist allerdings nothigalle Vorsicht anzuwenden, daß diese ohne«hin schon giftige Zubereitung durch Betrugund tödtende Gewinnsucht nicht doppelt giftigsey. Einen mit Arsenik verfälschten Subli-mat erkennt man, daß er auf glühende Koh-len gestreut einen knoblauchartigen Geruch vonsich giebt, daß er in Kalkwasser schwärzlichwird, und daß im kaustischen Salmiakgeist die-Auflösung fiockicht und hie und da grün wird.Man zerreibt den verdächtigen atzenden Subli-mat in einem gläsernen Mörser zu einem feinemStaub und vermischt ihn mit zweymal sovielschwarzem Fluß und etwas Eisenfeile, bringtdie Mischung in einen Tiegel, der 4 oder5 mal mehr halten kann, verstärkt das Feuer nachund nach, bis das Aufkochen aufhört, und ver-wehrt es alsdenn plötzlich bis alles weiß glüht:bemnkt man während dem Schmelzen keinenKnoblauch-Geruch und nach dem Schmelzenkeine Veränderung in der Gestalt der Eisinseile,

so