Baume wachst, nehmlich auf Eichen, Birken,Weiden, Haselsiaudcn, iinden, Aepfel- undBirnbäumen, Fichten und ierchenbaumcn.Der Strauch wird ohngefähr zwey Fuß hoch.Die Stengel oder Zweige jmd ßolzicht, vonder Dicke des klemen Fingers, dicht, schwer,knoticht, und haben eine dunkelgraue oder gelb-braunliche Rinde; sie theilen sich jedesmal inzwey Zweige, und jeder von diesen wieder inzwey andere, welches etliche mal so fortgeht,bis jeder lezle Ast an der Spitze zwey lanzett-förmige, stumpfe, etwas krumme, steischigte,nicht saftige, mit starken Rl'bben durchzogenegelögrünliche Blatter bekömmt, die scharf, bit-terlich und zusammenziehend schmecken. DieBlüthen sind gelblicht, die Frucht ist glatt undweiß und etwas großer als die Erbsen. Manbewahrt nur die holzichten Zweige, aber mitsammt der Rinde auf, denn die Rinde hat diemeisten Kräfte. Frisch riecht der Mistel eckel-haft und schmeckt zusammenziehend, aber imTrocknen geht beydes verloren. Doch schmecktman auch, wenn man ihn lang kaut, auchbeym trocknen Mistel eine gelinde gewürzhafteBitterkeit. Bey uns zieht man insgemeinden Mistel, der auf den Eichen wächst, viel-leicht aus Aberglauben, vor. Der alte Mi-stel ist balsamischer, zusammenziehender undkräftiger als der junge. Abbildungen sieheBlacwell 184.
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