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1 (1875)
Entstehung
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447
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Moleknlarbowogiinefen,

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Cylinder in Gestalt einer gelblichen Wolke auf, indem durch dieStrömungen, welche in der Flüssigkeit entstehen, die Theilohen desGummigutt mitgerissen -werden.

Da man nun ganz ähnliche Körnchenbewegnngen, Bewegungen mitdemselben Typus auch in lobenden Zellen, z. B. in den Speich.elkorperch.enbeobachtet, so hat man auch diese Bewegung von Körnern mit demNamen der Molekularbewegung bezeichnet, und man scheint in der Thatdabei stillschweigend angenommen zu haben, dass beide Arten von Be-wegungen wesentlich dieselben seien und von derselben Ursache herrühren.Man kann dies jedoch nicht mit Sicherheit behaupten. Allerdings istwohl kein Zweifel, dass auch die Molekularbewogung in den Zellen inmit Flüssigkeit gefüllten Bäumen stattfindet. Wenn man ein farblosesBlutkörperchen, ein Eiterkörperchen frisch und lebenskräftig unter dasMikroskop bringt, so streckt es Fortsätze aus und zieht sie wieder ein,aber die Körnchen bewegen sich in der Kegel nicht darin mit demTypus der Molekularbewogung, sondern sie folgen passiv den Bewegungen,welche das Protoplasma macht. Wenn man nun aber zu der umgeben-den Flüssigkeit etwas Wasser hinzusetzt, so dass die Zellen aufquellen,wodurch natürlich etwaige Bäume in denselben sich mit Wasser füllenund dadurch grösser werden müssen, so sieht man die Körnchen inner-halb der Zellen in ganz ähnlicher Weise wie in den Speichclkörperchensich mit einer zitternden Bewegung umherbewegen. Man kann abernicht den Beweis führen, dass die Zelle als solche und die Lebens-eigenschaften der Zelle auf diese Bewegung gar keinen Einfluss haben;denn wenn die Zelle abstirbt, oder wenn man sie durch die Schlägeeines Magnctelcctromotors tödtet, so hört die Körnchenbewegung darinauf. Allerdings kann man dies damit in Zusammenhang bringen, dassmit dem Absterben der Zelle auch ein Gerinnungsprooess in derselbeneintritt, so dass die Körnchen durch die gerinnenden Massen fixirt werden,in ähnlicher Weise, wie im gerinnenden Blute, durch das sich ausschei-dende Fibrin die Blutkörperchen fixirt werden. Bei andern Zellen aber,bei gewissen Pflanzenzcllen kann man mit Bestimmtheit nachweisen,dass in der That die Lebenseigenschaften der Zelle einen Einfluss aufdie Körnchonbeweguug haben. Ich erinnere Sie au das Brennhaar vonUrtica urens, von dem wir schon früher gesprochen haben, und welchesaus einer einzigen grossen Zelle besteht, in welcher das Protoplasma inGestalt des sogenannten Primordialschlauches ringsum an der durchsich-tigen Wand gelagert ist und in der Mitte einen grossen mit Intracellular-ftüssigkeit gefüllten Raum einschlicsst. In diesem Protoplasma desBrennhaares bewegen sich Körnchen nicht etwa blos mit zitternder Be-wegung, wie in den Speichelkörperchen, sondern sie circuliren in regel-mässigem Strome. Dabei laufen wellenförmige Contractionen an diesemProtoplasma ab, man sieht eine Contractionswelle vorrücken, manchmalwieder verstreichen, manchmal sieht man auch das Protoplasma wiederin der entgegengesetzten Richtung zurückgehen. Wenn man die Schlägeeines Magnetelectromotors hiiulurchlcitet, so sieht man statt diesen typischablaufenden Wellen plötzlich kolbenartige Fortsätze, die aus dem Proto-plasma herausfahren ; sie werden in die intracelluläre Flüssigkeit hineinvorgestreckt, und zugleich hört die Körnchenbewegung auf. Hier istdas Aufhören der Körnchenbewegung sicher nicht die Folge eines