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Spirometrie.
Körperlänge
Athmungsgrösse in Cubikcentimetern
in Centimetern
(gefunden)
(berechnet)
162 bis
164,5
3296
3394
164,5 ,
167
3510
3525
167 „
169,5
3656
3656
169,5 „
172
3739
3787
172 „
174,5
3887
3918
174,5 „
177
4034
4049
177 ■
179,5
4051
4180
179,5 „
182
4248
4311
1
Diese Zahlen wurden am wesentlichsten alterirt durch das Lebens-alter, indem junge Individuen bei gleicher Körperlänge stets eine grössereVitalcapacität hatten als ältere Individuen, was sich aus der grössernBiegsamkeit ihres Thorax, aus der grösserem Beweglichkeit ihrer Bippenerklärt.
Bei Brustkranken fand Hutchinson sehr bedeutende Abweichungen.Er fand, dass bei allen tuberculösen Individuen die Vitalcapacität sehrbedeutend herabgesetzt war. Er schlägt deshalb vor, das Spirometerzu diagnostischen Zwecken zu benützen, indem er angibt, dass damitunter Umständen beginnende Tuberculose diagnosticirt werden könne,selbst wenn die physikalischen Symptome der Auscultation und Percussiondieselbe noch nicht erkennen lassen. Er beruft sich auf die Erfahrungenseiner eigenen Praxis und namentlich auf die Geschichte eines professio-nellen Boxers, eines gewissen Heanan, der von Amerika nach Englandherüberkam, um sich dort mit seinen Fachgenossen zu messen.Hutchinson hatte Gelegenheit, ihn bald nach seiner Ankunft zu unter-suchen und fand bei ihm eine sehr grosse Vitalcapicität. Nach längererZeit hatte er wieder Gelegenheit ihn zu untersuchen und fand, dass dieVitalcapacität bedeutend abgenommen hatte. Er rief die geschicktestenseiner Collegen zusammen, die nach sorgfältiger Untersuchung erklärten,dass die Auscultation und Percussion noch keine Zeichen der beginnen-den Tuberculose wahrnehmen Hessen. Nichts desto weniger gingHeanan nach einer Reihe von Monaten in einem Londoner Hospitaltnberculös zu Grunde.
Es kann wohl zweifelhaft sein, ob dieses Instrument in vielenFällen frühere uud sichere Anzeichen der beginnenden Tuberculose gibt,als sie die Auscultation und Percussion geben kann; aber einen Vorzughat es ohne Zweifel, nämlich den, dass seine Anwendung nicht wie diedes Stethoskops und des Plessimeters die Kenntnisse und die Geschick-lichkeit eines Arztes verlangt. Es können auch Laien damit umgehen;es kann z. B. in dem Bureau einer Lebensversicherungsanstalt oder einerWitwensocietät ein solches Instrument aufgestellt sein, damit joder, derin die Gesellschaft aufgenommen werden will, hier Proben seiner Vital-capacität ablegen kann. Die wesentlichste Fehlerquelle bei den .Bestim-mungen mit dem Spirometer liegt, abgesehen von den individuellen Ab-weichungen von der Begel, welche vorkommen, in zwei Dingen: Erstensdarin, dass man es durch Uebung an dem Instrumente zu einer grösserenVitalcapacität bringt. Jemand, der zum ersten Male in ein solches In-strument hineinbläst, zeigt niemals seine wahre Vitalcapacität. Er muss