Die Luftwege der Sfiuprethiore und des Menschen.
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ausgesetzt sind, sich kein Flimmcrepithel erhält, vielmehr dem wider-standsfähigeren Bflasterepithelinm Platz macht. Das Flimmcrepithel gehtdurch die Trachea in die Bronchien hinein als ein sogenanntes geschich-tetes Flimmerepithel. Wir haben früher gesehen, dass diese geschichtetenFlimmerepithelion, wie überhaupt die geschichteten Cylindcrcpithelien,eigentlich nicht im wahren Sinne des Wortes geschichtet sind, weil alleZellen, auch diejenigen, welche an der Oberfläche liegen, in der Tiefewurzeln. Später in den engeren Luftwegen wird es ein einfaches Flimmcr-epith'el, ein einfaches Cylinderepithel mit Flimmern, und geht, wieBicsiadecki nachgewiesen hat, bis in die allerkleinsten Bronchienhinein, unmittelbar bis an die Grenze der Infundibula. In den Infundi-bulis aber und in den Lungenbläschen, den Alveolen, den Untcrabthei-lungen der Infundibula, findet sich kein Flimmerepithel mehr, sondernein einfaches sehr flaches Pfiastcrepithel, ein Plattonepithcl. Es kleidetdie Alveolen vollständig aus, aber die Kerne der Zellen liegen immerin den Zwischenräumen, in den Maschen, der Capillaren, während diePlatte der Zelle, der nachgedruckte Zellenleib, über das prominirendeCapillargefäss herüberreicht und so die Decke über demselben vervoll-ständigt.
Die Luftröhre besteht bekanntlich aus hufeisenförmigen Knorpeln,deren Perichondrium Bestandthoil einer starken fibrösen Haut ist, welchemit den Knorpeln zusammen die Trachea nach vorn und nach den Seitenbegrenzt. Nach innen davon liegt die Schleimhaut der Trachea, welcheeinen vollständigen röhrenförmigen Schlauch bildet, und nach hinten, dawo sich keine Knorpeln befinden, von einem mit Bindegewebe durch-webten Muskellager überdeckt wird. Dieses Muskellager besteht zunächstaus quer verlaufenden contractilcn Fascrzellcn, welche von dem einenEnde des Luflröhronknorpcls zum andern Ende desselben herübergespanntsind, und zweitens aus längs- und schiefvcrlaufenden Fasern, welche sichtheils an einer sie übcrkleidendcn fibrösen Hülle, welche an der Bück-wand der Trachea gegen den Oesophagus hin gewendet liegt, anheften,theils aber auch an die Enden der Knorpel.
Die Schleimhaut der Trachea hat eine grosse Menge von Schleim-drüsen, deren Körper nicht ganz in der Schleimhaut liegen, die abermit ihrem Ausführungsgange die Schleimhaut durchbohren. Die grossenDrüsen in der Rückseite durchbohren mit ihrem Körper das ganzeMnskcllager, so dass ein Thcil desselben im Bindegewebe vor den Muskel-fasern und ein Thcil desselben in den Muskelfasern und selbst nochnach hinten von den queren Muskelfasern liegt. Diese Schleimdrüsen,welche auch in den grösseren Bronchien gefunden werden, sind wcsenl-lich ebenso gebaut, wie die Sehleimdrüsen, welche wir in der Mundhöhleund im Oesophagus kennen gelernt haben. Auch die Schleimdrüsen,welche im Kehlkopf so zahlreich vorkommen, haben denselben Bau.
Die Architektur der Trachea setzt sich im Allgemeinen und mitdenselben Schichten in die Bronchien fort, nur dass die Knorpelringein den engeren Bronchien vertreten sind durch kleinere Knorpelplattcn,welche in der bindegewebigen, in der fibrösen Wand derselben liegen.Nach innen davon liegt ein ringförmiges Muskellagcr und dann dieSchleimhaut mit ihrem Flimmcrcpithol. So geht der Bau fort bis zuden Bronchien von 1 Mm. Durchmesser und selbst noch darunter; dann
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