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1 (1875)
Entstehung
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Glandulae caeruminales. Die Talgdrüsen,

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secretion ausfüllt, und welche unter besonderen Umständen aus demSchlauche herausgetrieben wird.

In der Achselhöhle liegt eine Art von Drüsen, welche man ge-wöhnlich als die grossen Schweissdrüsen der Achselhöhle bezeichnet. Siehaben einen viel stärkeren Schlauch und dabei eine grössere Anzahl vonWindungen. Der Schlauch ist mit einem Cylinderepithel ausgekleidet;unter diesem liegt eine Längssohichte von Easerzellen, auf welche dannerst die Membrana propria des Drüsenschlauches folgt. Diese Drüsenhaben allerdings mit den Schweissdrüsen den Bau gemein, sie sehen ihnenähnlich, sie sind auch einfache gcknäulte, tubulöse Drüsen, nur dass allesin viel grösseren Dimensionen ausgeführt ist: das Secret aber, welchessie absondern, ist offenbar chemisch vom Schweisse vollständig verschieden,wie dies schon diejenigen Eigenschaften zeigen, welche unmittelbar in dieSinne fallen. Sie bilden auch nicht die einzigen Schweissdrüsen derAchselhöhle, sondern neben ihnen kommen die kleinen gewöhnlichenSchweissdrüsen vor, wie sie sich an der übrigen Körperoberfiächo finden.

Eine andere Art grosser den Schweissdrüsen ähnlicher Drüsen führtden Namen der Circumanaldrüscn. Diese Drüsen bilden nach den Unter-suchungen von Gay einen elliptischen Ring um den After herum, siehaben einen Kanal, der so weit und manchmal noch weiter ist als derKanal der grossen Schweissdrüsen in der Achselhöhle, sie haben, wiediese, ein Cylinderepithel und haben auch das Faserzellenlager, welchesganz hart unter dem Epithel liegt. Diese Drüsen schliessen gegen denAfter hin die Region der Schweissdrüsen. Zwischen ihnen und der After-öft'nuug kommen nur noch Talgdrüsen, und zwar Talgdrüsen von beson-derer Grösse vor.

Glandulae caeruminalis.

Nach dem Typus der Schweissdrüsen gebaut, aber in ihrem Secretevollständig verschieden sind die Glandulae caeruminales, welche imäusseren Gehörgange liegen. Sie sehen auf den ersten Anblick so aus,wie Schweissdrüsen, sie sind ebenso in die Haut eingebettet, sie unter-scheiden sich aber dadurch, dass sie wegen der Farbe ihres Secretesgelblich erscheinen. Sie gleichen den grossen Schweissdrüsen der Achsel-höhle und den Circumanaldrüsen durch das Faserzellenlager, sonst mehrden gewöhnlichen Schweissdrüsen, wie sie an der ganzen Oberfläche desKörpers verbreite! sind. Ihr Secret ist bekanntlich eine dickliche Emul-sion, das Caerumen auris, das Ohrenschmalz.

Die Talgdrüsen.

(Glandulae sebaceae.)

Die Glandulae caeruminales bilden in Rücksicht auf ihr Secret denUebergang zu den Talg- oder Schmerdrüsen, welche sich an der ganzenHautoberfläche, mit Ausnahme der Vola manus und der Planta pedisfinden. Da, wo Haare vorkommen, sind diese Talgdrüsen immer innigmit dem Haarbalge verbunden, indem sie neben demselben liegen undsich nicht frei an der Oberfläche der Haut sondern in den Haarbai»;