Cystin.
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zerstört und erscheint in Gestalt von Harnstoff wieder. Wenn ein Tliiereinmal ausgefüttert worden ist, so erscheint von dem Plus an stickstoff-haltiger Nahrung, welche es bekommt, der ganze Stickstoff im Harnewieder, während, wie wir gesehen haben, nicht der ganze Kohlenstoffin der exspirirten Luft erscheint, woraus also hervorgeht, dass nun dasThier zwar keiu Muskclfleisch mehr ansetzt, dass es aber in Folge derreichlichen Fütterung noch Fett ansetzt. Es bleibt ja ein stiekstofl'loser,kohlenstoffreichcr Körper im Organismus zurück, der wohl kaum etwasanderes als Fett sein kann.
Die Monge der Harnsäure ist im Verhältnis* zu der des" Harn-stoffs sehr gering. Es wird nach Lehmann nur etwa | Gramm binnen24 Stunden ausgeschieden. Die Zahl von Lehmann ist aber verhältniss-mässig niedrig. Es sind von Andern grössere Zahlen gefunden, und inpathologischen Fällen oder nach grossen körperlichen Anstrengungenkann, wie wir gesehen haben, manchmal die Menge der Harnsäure sehrbedeutend gesteigert werden.
In ähnlicher aber auch in sehr wechselnder Menge kommt dieHippursäure im Harne vor, -im Ganzen in etwas geringerer Monge.Auch die Menge des Kreatinins im Harne beträgt gegen i Gramm in24 Stunden, manchmal etwas darüber oder etwas darunter. Die übrigenorganischen Substanzen sind nicht quantitativ bestimmt. SchwefelsaureSalze wurden nach Lehmann bei gemischter Kost 7, bei Fleischkost10 Gramm in 24 Stunden ausgeschieden, Erdphosphatc bei gemischterKost 1 Gramm, bei Fleischkost 3J Gramm. Die Summe der festen Stoffegibt Lehmann auf 34—87 Gramm an, letzteres nur bei animalischerKost, bei gemischter Kost 34—68 Gramm. Molcschott gibt als Miltel-wertho aus den Resultaten verschiedener Beobachter für die Gesaromt-menge der Salze 20,84, für das Kochsalz allein 11,88 Gramme, für diePhosphorsäure 3,37 und für die Schwefelsäure 1,78. Voit berechnetdes ganzen Harns Salze binnen 24 Stunden im Mittel auf etwa20' Gramme worunter 1-3 Gramme Kochsalz, was mit den eben erwähn-ten Zahlen von Molosehott so nahe übereinstimmt, wie man es bei dergrossen Breite der Schwankungen nur erwarten kann. Bänke konntedadurch, dass er täglich 1832 Gramme fettfreics Fleisch verzehrte, dieMenge der Schwefelsäure auf 6,8 Gramm, die der Phosphor säure auf8,0 Gramm steigern. Bei gewöhnlicher Lebensweise beziffert er nacheigenen und fremden Beobachtungen die Schwefelsäure auf 2,5 bis 3,3Gramm, die Phosphorsäurc auf 3,6 bis 5,1 Gramm. Es hängt wesent-lich von der Grösse des Consums, namentlich des Fleischconsums ab,ob man sich an die grossen Zahlen von Hanke oder an die kleinerenvon Moleschott zu halten hat.
Außergewöhnliche Harnbestandtheile.Cystin.
Ausser diesen normalen Bestandtheilen kommen im Harn noch eineMenge anormaler oder zufälliger Bestandteile vor, welche man in dreiAbtheilungen bringen kann. Erstens Bestandthcile des intermediären