Der Speichel.
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sie wurden in allen abgemaU wie eine Weintraube, wie ein verzweigterAusführungsgang, an welchem die seoernirenden Elemente als Beerenaufsitzen. Die von Donders beschriebenen tubulösen Schleimdrüsen amFylorus, die Glandulae pyloricae, die von ihm richtig als tubulöse Drüsenerkannt wurden, wurden stets als Schleimdrüsen angesehen, die nacheinem besondern Typus gebaut sind, während sie ganz unter den allge-meinen Typus der Schleimdrüsen gehören, nur dass bei ihnen dieSchläuche mehr gestreckt sind, so dass es mehr auf den ersten Anblickauffallend war, dass man es mit einer tubulösen und nicht mit eineracinösen Drüse zu thun habe. Das Epithclium in dem seoernirendenSchlauche ist ein Cylinderepithelium, welches in der Mitte nur ein ver-hältnissmassig kleines Lumen übrig lässt, und dessen Kerne der Wanddes Drüsenschlauches sehr nahe stehen. Wenn man das Präparat mitKarmin färbt, so färbt sich der Kern sehr schön roth, während die übrigeEpilholzcllc farblos und glashcll durchsichtig bleibt. Das Sccret dieserDrüsen ist eine klebrige und fadenziehende Flüssigkeit, klebrig und faden-ziehend eben durch den charakteristischen Stoff, den sie enthält, das Mucin,welches sich dadurch charakterisirt, dass es durch Essigsäure aus seinenLösungen gefällt wird, durch einen Ueberschuss von Essigsäure das Coa-gulum sich nicht wieder auflöst, wohl aber in Mineralsäuren löslich ist.
Zu den Speicheldrüsen rechnet man die Submaxillardrüse, dieParotis und die Sublingualdrüsen. Eine zweifelhafte Stellung nimmt diesogenannte Nuhn'sehe Drüse unter der Zungenspitze ein. Es ist dies einDrüsenhaufen, den schon Blandin beschrieben, der aber wieder inVergessenheit gerathen, und dann von Nuhn von Neuem und ausführlichbeschrieben worden ist. Es ist, wie gesagt, ein Drüsenhaufen, von wel-chem man nicht rocht weiss, ob die einzelnen Elemente desselben zuden Speicheldrüsen oder mehr zu den Schleimdrüsen zu rechnen seien.Auf eine andere Art von Drüsen zweifelhafter Function hat von Ebnerin neuerer Zeit aufmerksam gemacht. Sie liegen unter der Schleimhautder Zunge in der Gegend der Papulae circumvallatae und der Papillafoliata oder, wie man nach der Conformation des Gebildes beim Men-schen, von der wir später genauer sprechen werden, lieber sagen sollte,Regio foliata, und wurden früher für gewöhnliche Schleimdrüsen gehalten.Von diesen aber unterscheiden sie sich durch die Beschaffenheit ihrerEnchymzellen. Dieselben sind denen der Speicheldrüsen ähnlich, habenein körniges Protoplasma und sind auch nicht hohe sechskantige Prismen,wie bei den Schleimdrüsen, sondern mehr polyedrisch gegen einanderabgeplattet und um das enge Lumen zusammengedrängt, v. Ebnernennt diese Drüsen seröse Drüsen.
Diejenige Speicheldrüse, an welcher die meisten Untersuchungenangestellt worden sind, ist die Glandula submaxillaris. Sie hat wie dieübrigen Speicheldrüsen einen verzweigten Ausführungsgang, an dessenEndstücken die eigentlichen seoernirenden Elemente hängen, welche manals Acini bezeichnet, was indessen nicht so streng zu nehmen ist, dassman sich diese Endgebilde etwa als kugelig aufsitzende Beeren am Endeder Ausführungsgänge vorstellen müsste. Sie sind gleichfalls verlängert,sind kolbcnarlig, handschuhfingerförmig und so neben einander gelagert,dass eine möglichst vollständige Baumerfnllung eintritt. Das Epithel,welches die seoernirenden Elemente, die Endkolben, die sogenannten