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1 (1875)
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Verwendung der Nahrungsmittel im Körper.

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einer auffallenden Weise vernachlässigt worden seien. Man hatte dieMöglichkeit, dass sieh auch aus den Eiweisskörpern Fett bilden könne,nicht hinreichend berücksichtigt, und war so über eine mögliche Quelledes Fettes ohne nähere Untersuchung hinweggegangen. Es lagen aberallerdings schon damals gewisse Thatsachen vor, welche es nichtunwahrscheinlich machten, dass sich aus Eiweisskörpern Fette bildenkönnen, wenn dies auch nicht von Allen zugegeben wurde. Man hatteim vorigen Jahrhundert in Paris einen Friedhof für arme Leute ein-gerichtet, in welchem in den einzelnen Gräbern die Leichen in unge-wöhnlicher Menge übercinandergesetzt worden waren. Nachdem derKirchhof längere Zeit benutzt worden, brach in einer anstossenden Strasseeine Epidemie aus. Man schrieb dies der Nachbarschaft des Friedhofeszu, und derselbe musste geräumt werden. Dabei fand man zu seinemErstaunen eine grosse Menge von Leichen mumificirt und in ihrer Formziemlich erhalten, und als man die Substanz dieser Leichen näher unter-suchte, fand Fourcroix, dass ihre Hauptmasse aus einer fettartigenSubstanz bestehe, welche er mit dem Namen Adipocire belegte, und dieman später in Deutschland Leichenfett nannte. Als Chevreul seineberühmte Arbeit über den Verseifungsprocess und über die Chemie derFette überhaupt gemacht hatte, untersuchte er auch dieses Adipocire.Er kam zu dem Resultate, dass dasselbe ein Gemenge von Seifen mitverschiedenen Basen sei, namentlich Kalk, und dass das Material zudenselben von dem Fette der Individuen herrühre, welche dort beerdigtworden waren, während andererseits die stickstoffhaltigen Substanzengrösstentheils durch die Fäulniss zerstört worden seien. Immerhin bliebes auffallend, so grosse Mengen dieser Substanz an Lerchen von Individuenzu finden, die doch wahrscheinlich nicht gerade besonders fett gewesenwaren. Später haben sich anderswo ähnliche Fälle ereignet, daruntereiner in Königsberg. Ich habe noch ein Stück Leichenfett in die Händebekommen, welches sieh dort gebildet hatte. Es schien der Form nachvon einem Muskel herzurühren, so dass es nicht recht wahrscheinlichwar, dass dies Adipocire aus dem eigenen ursprünglichen Fette der Leichehervorgegangen sei, dass es vielmehr dem Ansehen nach wahrscheinlichererscheinen musste, dass es wirklich, wie man in Paris anfangs geglaubthatte, durch Zersetzung der Eiweisskörper und Bildung von Fett aus den-selben entstanden sei. Man hat auch mehrmals in Macerirtrögen ähnlicheStücke gefunden, jedoch ohne dass es jemals gelungen wäre, den ent-scheidenden Beweis zu führen, dass hier Fett auf Kosten von Eiweiss-körpern entstanden war.

Ein anderer in ähnlicher Weise zweifelhafter Process ist das Reifender Käse. Es wurden in den Käsekellern zu Bochefort Untersuchungenüber das Reifen der Käse angestellt, und Blondeau wollte gefundenhaben, dass unter dem Einflüsse von Penicillium glaucum, welches in denKäsen vegetirt, das Casein in Fett, in Ammoniak und andere stickstoff-haltige Substanzen, die im Käse enthalten sind, zerfalle. Es ist dieseAngabe von Andern, die auch reifende Käse untersucht haben, bestrittenworden; so dass man auch hier zu keinem bestimmten Resultate ge-kommen ist.

Schon vor einer Reihe von Jahren stellte Hoppe-Seyler Fütte-rungsversuche an Thieren an, die es einigermassen wahrscheinlich machten,

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